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Dead Can Dance: Dionysus - Hilfe
hilfe

Dead Can Dance - Dionysus

Cover von Dionysus
Dead Can Dance
Dionysus

Label Pias
Erstveröffentlichung 02.11.2018
Format CD
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 15,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Gleichzeitig vielseitig erdverbundenes und dennoch von gemeinen Grenzen und hergebrachter Songarchitektur völlig losgelöstes episches Werk, das mit einer wahren Armada an bekannten und unbekannten Instrumenten, Klängen und Stimmen die weltweite Vielfalt der Musik aufs tanzbarste erkundet. Auch mit seinem 2018er Opus gelingt es dem australischen Duo, sich von alltäglichen Strömungen und Strukturen zu lösen, um die eigene enorme Kreativität mit den musikalischen Mitteln aus aller Herren Länder in vielharmonischen Einklang zu bringen, und dabei mannigfache elektronische Klänge, grenzüberschreitende Instrumentaleinflüsse und globale Gesangskunst zu einer faszinierenden Einheit zu verschmelzen. Bei deutlicher Betonung beschwingend bewegender rhythmischer Elemente entsteht dabei eine pulsierend perkussives Panoptikum, das die Sinne auf allen Ebenen anspricht, und ebenso hypnotisiert, betört, nahezu unwiderstehlich zum Tanzen fordert, wie es die eingeschränkte, engstirnige Imagination mit meditativer Magie öffnet und befreit. Die wabernd wiegende Weltreise wird in zwei Epen gereicht, beide in Kapitel eingeteilt, wie es der Progressiv-Hörer seit den 70er Jahren kennt und schätzt, die zum Teil wellenartigen Entwicklung der sich über Minuten entfaltenden Klangkörper erinnert dabei zudem an Oldfield's Incantations, während der weltoffene Einsatz verschiedenster Instrumental- wie Vokal-Mittel an Peter Gabriel's Soundtrackphantasien gemahnt und der kunstvolle Keyboardeinsatz an den frühen Vangelis denken lässt. Und während uns Streicher bis nach Indien tragen, das Saitenwerk mit Balkan-Harmonien Hörgewohnheiten erweitert, geschickt gestreute Geräusche von weiter Steppe und dampfendem Dschungel künden, treibt uns das vielschichtige Schlagwerk quer über den Globus und reichen die vokalen Einflüsse von Bulgarien über Mali bis nach Südamerika. Diese flirrend faszinierende Vielfalt in eine Welt des Wohlklangs zu verwandeln, ist eine Kunst, die den dezent düsteren Sound-Zauberern mit Dionysus beeindruckend gelungen ist. (cpa)

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