Suche / Search

 


 

Keep an eye on...

GLITTERHOUSE

Fofoulah: Daega Rek - Hilfe
hilfe

Fofoulah - Daega Rek

Cover von Daega Rek
Fofoulah
Daega Rek

Label Glitterbeat
Erstveröffentlichung 09.11.2018
Format CD
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 15,75 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Die gambisch-senegalesisch-englische Truppe (mit u.a. Tom Challenger von Red Snapper und Dave Smith von Robert Plants Sensational Space Shifters bzw. ehemals bei Justin Adams toller Band JuJu) hat sich doch recht wesentlich verändert. Und agiert ausgesprochen innovativ, so etwas habe ich noch nie gehört! Rubrik: Musikalische Abenteuer. Traditionelle westafrikanische Rhythmen treffen auf zeitgenössische Beats (z.B. fortgeführte Drum & Bass-Derivate, mal auch eine Art Afro-Techno, 80s-Electro-Anleihen…), in gern sehr komplex verwobener Form, nervös, schnell bis gebrochen, oftmals polyrhythmisch geprägt (doch ziemlich ungewöhnlicher Natur). Seltener ergeben sich geradlinigere Grooves, mal in entspannterem (und gleichzeitig stärker afrobasiertem) Flow, mal absolut zwingend mit reizvollen Widerhaken, mal schön tricky (funky beinahe). Feine mehrschichtige teils wundervoll wirbelnde/schillernde/fluoreszierende Synths/Electronics sorgen für eine Vielzahl kurzer Motive, selten auch richtige Melodien (die insgesamt nur eine geringe Rolle spielen) und reichlich hochattraktive tolle Sounds, die manchmal für eine Art moderne psychedelische Note sorgen! Die Funktion der Vocals ist ebenfalls eine andere als zuvor, spoken word, deklamatorisch, fordernd, offensiv, scharf bis Rap-ähnlich, z.T. rhythmisch zusätzliche Akzente setzend. E-Gitarren besitzen keinen großen Stellenwert, aber der Bass glänzt phasenweise! Drums vermischen sich mit Percussion/Talking Drums. Diverse Loops werden integriert, jede Menge repetitive Elemente, manchmal viel Hall und Echo, phasenweise klingt es minimalistisch (von den Rhythmus-Spuren abgesehen). Futuristisches Afrika trifft auf westliche (Beat- und Sound-basierte) Avantgarde bzw. sowas wie Post Wave-Experimente, bei 2 Stücken fielen mir gar die Residents spontan ein (aktualisiert und rhythmusbetonter), es gibt Dub-Einflüsse. Und viel dunkle mehrfach total faszinierende Atmosphären, partiell mysteriös, gar bedrohlich, sporadisch auch starke Kontraste, kurz kommt die Musik zum Stillstand… Völlig abgedrehtes Zeug ist dabei, wie gesagt: Sowas hab ich noch nie gehört… Stücke wie Nyari Garong, Ndanane, Kaddy sind klasse! (dvd)

noch mehr von Fofoulah