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Mulatu Astatke & His Ethiopian Quintet: Afro-Latin Soul Vol.s 1 & 2 - Hilfe
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Mulatu Astatke & His Ethiopian Quintet - Afro-Latin Soul Vol.s 1 & 2

Cover von Afro-Latin Soul Vol.s 1 & 2
Mulatu Astatke & His Ethiopian Quintet
Afro-Latin Soul Vol.s 1 & 2

Label Strut
Erstveröffentlichung 20.07.2018
Format CD
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 14,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Cooler Strut-Reissue: “Afro Latin Soul”, wobei der Albumtitel die Sache präzise auf den Punkt bringt. Der Sound ist also nicht ganz so “Éthiopiques”-Style, wie man das von seinen vielgesampeltem Hits wie „Yègellé Tezeta” (1972) kennt. Statt Ethio-Jazz gibt es hier tatsächlich Souljazz mit deutlich afrokaribischem Einschlag. Teils richtig funky mit Handclaps im Stil von Ramsey Lewis, meistens aber deutlich nach Kuba und Puerto Rico klingend. Astatke verbrachte die frühen 60er zum Studieren in London und Boston und war seinerzeit eben vom Jazz geprägt. Diese beiden in New York aufgenommenen Alben von 1966 sind mit die frühesten Dokumente seiner Aufnahmetätigkeit. Sie entstanden mit kleiner Combo (meistens Piano, Percussion und Vibes), einmal kommt auch spanischer Gesang dazu. Statt der gewohnten lässigen Orgel bedient Mulatu Astatke hier meistens das Vibraphon, stilistisch orientiert er sich deutlich an Latin-Jazz von Cha Cha bis Boogaloo, durchaus auch mit Exotica-Grundierung. Das Piano spielt oft rollende Salsa-Grooves, teils wechselt Pianist Rudy Houston auch an die Trompete. Die Percussion besteht aus Conga (Pete Iglesias) und Timbales (Tony Pearson), was dann an Latinjazzer wie Mongo Santamaria und Ray Barretto erinnert. Typisch ist aber auch hier Astatkes ausgeruhte Gelassenheit, die man selbst bei dynamischeren Tanznummern zu verspüren scheint. Insgesamt eher konventionell als sein späterer Ethio-Sound, aber doch feurig und exotisch. Die Vorarbeit für das, was er dann kurze Zeit später in Äthiopien neu erfinden sollte. (Joe Whirlypop)

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