Hailu Mergia: Lala Belu - Hilfe
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Hailu Mergia - Lala Belu

Cover von Lala Belu
Hailu Mergia
Lala Belu

Label Awesome Tapes From Africa
Erstveröffentlichung 09.03.2018
Format CD
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 14,95 € (inkl. MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

2014 erschien mit “Tche Belew“ eine echte Ausgrabung für Freunde des Ethio(pia)-Jazz im Stil des großen Mulatu Astatke, aufgenommen bereits 1977. Jetzt legt der 71-jährige Bandleader, Tastenmann, Multiinstrumentalist und Arrangeur Hailu Mergia tatsächlich ein ganz neues Album vor, das 40 Jahre später kein bisschen altmodisch klingt. Bläser gibt es hier im Gegensatz zu früher nicht, dafür aber gleich eine ganze Palette von in diesem Kontext eher ungewöhnlichen Instrumentierungen. Mergia spielt deutlich modernisierten Ethio-Jazz mit groovender, teils durchaus tanzbarer Basis. Die Rhythm Section ist bestechend gut, das Drumming zwischen Funk und Jazz, der Bass akustisch und voluminös. Darüber soliert zwar auch des Öfteren eine Hammond Orgel im Stil von Astatke, ansonsten setzt Mergia aber andere Instrumente ein: Akkordeon, Cello, Piano, (Moog-) Synthie, Melodika. Das sorgt für Abwechslung und für eine wenig dogmatische Soundästhetik, die dafür aber frisch und unverbraucht klingt. Und die Grooves sind wirklich mächtig, variabel, funky. Drummer Tony Buck klingt ein bisschen nach Tony Allen, und auch Basser Mike Majkowski ist buchstäblich eine Wucht. Womit Mergias erstes Album seit 15 Jahren dann auch gar nichts mit altersweisem Jazz zu tun hat, viel mehr aber mit innovativen Ethio-Fusion-Grooves, die auch gut zum Glitterbeat-Label gepasst hätten. (Joe Whirlypop)

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