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Alice Coltrane: World Spirituality Classics 1: The Ecstatic Music Of Alice Coltrane Turiyasangit - Hilfe
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Alice Coltrane - World Spirituality Classics 1: The Ecstatic Music Of Alice Coltrane Turiyasangit

Cover von World Spirituality Classics 1: The Ecstatic Music Of Alice Coltrane Turiyasangit
Alice Coltrane
World Spirituality Classics 1: The Ecstatic Music Of Alice Coltrane Turiyasangit

Label Luaka Bop
Erstveröffentlichung 05.05.2017
Format 2-LP
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 27,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Spiritualität, Esoterik und religiöse Musik stehen mir ja eigentlich völlig fern, das Oeuvre von John Coltranes Gattin Alice fand ich aber immer schon sehr faszinierend. Auch wenn ihr von konservativen Jazzern unberechtigterweise - ein Hauch von Yoko Ono-Scharlatanerie nachgesagt wird, hat die vor zehn Jahren verstorbene Pianistin und Harfenistin vor allem zwischen 1968 und 73 ebenso innovative wie gelungene Platten für Impulse gemacht. Ab „Illuminations“ von 1974 (zusammen mit „Devadip“ Carlos Santana) wurde s dann zunehmend esoterischer, ihr Spätwerk erschien dann nach der Gründung ihres eigenen Ashrams 1983 in Los Angeles nur noch in geringen Stückzahlen in privatem Rahmen auf Cassette. Um diese praktisch unerschlossenen Aufnahmen kümmert sich nun editorisch das verdiente Luaka Bop-Label und präsentiert ein erstes Volumen mit Alice Coltranes Ashram-Aufnahmen. Da war ich dann auch gespannt, wie das klingt. Und schnell angenehm überrascht, denn die acht langen Songs (entstanden Mitte der 80er bis Mitte der 90er) gehen erfreulich eigene Wege. Ohne weitere Informationen ließe sich die Musik weder zeitlich noch genremäßig einordnen. Ich beschreibe es mal so: hypnotisch-vielstimmige „Hare Krishna“- und „Om Shanti“-Chants treffen mit Handclaps und Schellenring auf trancig bis pastoral aufwallende Keyboards, gospelig und repetitiv. Und völlig unpeinlich, wie ich finde. Im Weiteren hört man Alice Coltrane dann auch sehr eigenwillig, aber faszinierend singen. Später kommen auch Harfe, Flöte und Sitar dazu allerdings völlig jazzfrei. Dafür entspannt schwebend und kein bisschen seicht. Schwer zu kategorisieren, aber das ist ja schon eine Qualität für sich. Faszinierendes Spätwerk, das Lust auf mehr macht. (Joe Whirlypop)

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