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Awa Ly: Five And A Feather - Hilfe
hilfe

Awa Ly - Five And A Feather

Cover von Five And A Feather
Awa Ly
Five And A Feather

Label Naive
Erstveröffentlichung 24.02.2017
Format CD
Lieferzeit 1 – 3 Werktage
Preis 13,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

17er. Senegalesische Französin, die erstaunlich frisch und oft richtig spannend und immer wieder anders/überraschend R´n´B/Soul (weder dezidiert „modern“ noch old fashioned), unbestimmt folkige Elemente, geringe oder stärkere Jazzeinflüsse, zeitlosen (Edel-) Pop, eher dezente (West-) Afro-Anleihen (ziemlich selten), sporadisch mal Spuren von Rock oder Latin verbindet und das a) komplett bruchlos, b) auf hoch attraktive Weise. Wozu die vielen tollen, wunderbar tanzenden (nein, kein Dance-Stoff), behutsam groovenden, erfrischend ungewöhnlichen (ebenfalls gern in sich eklektischen) Rhythmen beitragen, sowie manch Arrangement (oft recht sparsam, aber wohldosiert, reizvoll und variabel in den Klangfarben, viel E- und/oder Akustikgitarre, Steel Guitar, Piano (sonst wenig Tasten), manchmal Posaune, ein Streichinstrument, sporadisch eine Art Kalimba und Kora (Ballake Sissoko!). Ihre höchst angenehme sehr schöne gefühlvoll phrasierende Stimme wird öfters vielfältig und gezielt von Backing Vocals unterstützt. Das alles: Relaxt fließend, untergründig spannungsvoll, atmosphärisch packend, herrlich leichtfüßig oder feinfühlig-filigran. Selten balladesk. Greg Cohen (Tom Waits, John Zorn, Dylan, Ornette etc.) war u.a. beteiligt. Nicht daß sie ähnlich klingt oder singt, aber das WIE erinnert mich schon 1,2 x an die große Nina Simone. (dvd)


Englisch singende Französin mit senegalesischen Wurzeln, entsprechend stiloffen klingt neue Album von Awa Ly. Mit prägnanter, ausgereifter Karamell-Stimme bewegt sie sich mit entspanntem Alt erstaunlich charismatisch durch ihre Songs, die zwischen Soul, Rock, dezenten Afro-Einflüssen und etwas Jazz immer sehr schlank inszeniert sind. Weit abseits von berechenbarem Charts-R&B kann man sich hier an erwachsenem Songwriting und gekonnt-ambitionierter Inszenierung erfreuen. Die Arrangements sind clever und abwechslungsreich, mal mit jazzigem Piano, mal mit verfremdeten Rockgitarren oder auch chinesischer Laute. Und gerne auch folky-akustisch mit jamaikanischem Vibe, immer aber irgendwie besonders kunstvoll, mit liebevoller Hingabe zu jedem einzelnen Song. Nicht allzu perkussiv, eher mit luftig gehaltener Rhythmik, oder gleich balladesk in jedem Fall erweist sich Awa Ly als subtil-emotionale Vokalistin vor ziemlich einzigartigem musikalischem Hintergrund. Als Gäste sind Sänger Faada Freddy und Ballaké Sissoko (Kora) dabei. (Joe Whirlypop)