Bassekou Kouyate & Ngoni Ba: Ba Power - Hilfe
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Bassekou Kouyate & Ngoni Ba - Ba Power

Cover von Ba Power
Bassekou Kouyate & Ngoni Ba
Ba Power

Label Glitterbeat
Erstveröffentlichung 24.04.2015
Format CD
Lieferzeit 1 – 3 Werktage
Preis 9,75 € (inkl. MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Der britische "The Independent" griff in die Vollen: Bassekou Kouyaté & Ngoni Ba seien "the best rock'n' roll band in the world". Hört man sich "Ba Power" an, das vierte Album des malischen Musikers, ist man schnell geneigt, in die Jubelarie einzustimmen. Kouyatés Debüt für das Label Glitterbeat Records hat alles, was eine gute Rock'n'Roll-Scheibe ausmacht: faszinierende Songs, rasiermesserscharfe Riffs und eine volle Ladung Emotionen. Nach einer zweijährigen Tournee auf das Vorgängeralbum "Jama Ko" (2013 die Nummer eins der Weltmusik-Charts) hat Bassekous Band, Ngoni Ba, kurzerhand Regler und Dynamik aufgedreht. Gleichzeitig hat das Ngoni-Spiel ihres Chefs eine Intensität erreicht, über die man nur noch staunen kann - Afrorock! Verzerrer, Wah-Wah-Effekte und vorwärtstreibende Rhythmen bilden das Rückgrat dieser Songs, dazu die wetterleuchtende Stimme von Kouyatés Frau Amy Sacko - das sind nicht mehr die alten Ngoni Ba, das ist "Ba Power"! Mitgewirkt haben u. a. Jon Hassell, Zoumana Tereta, Samba Touré, Chris Brokaw und Dave Smith.

Unser Rezensent ist ebenso begeister:
Wow, einer der führenden afrikanischen Acts (und einer meiner Lieblinge) nun auf Glitterbeat! Mit diversen Gästen, knapp zur Hälfte z.B. Dave Smith (Drummer der aktuellen Robert Plant-Band), Producer: Chris Eckman. Die Band ist unglaublich together, ihr Kern und einmaliges definierendes Merkmal, nämlich gleich 4 Ngonis (Saiteninstrument, Banjo-Vorläufer, von rauh-herber bis filigran-perlender Klang-Natur) agiert oft aufs Engste verzahnt, manchmal auf eine Art untereinander kommunizierend, die in Afrika ziemlich einzig dasteht – grandios! Akustisch wie elektrisch, Letzteres v.a. im fantastischen virtuosen Solospiel von Bassekou selbst, dessen Sound mittlerweile einfach großartig klingt, noch besser als beim schon überwiegend elektrischen Vorgänger: Voller Distortion und Wah-Wah, scharf, quirlig und melodiös zugleich, irgendwie Acid-haltig! Ich kann mich gar nicht satthören! Unterstützung kommt bei 3 Stücken von einer E-Gitarre (Samba Toure bzw. Chris Brokaw, ex Codeine/Come/Steve Wynn), ganz exquisit, doch selten im Vordergrund. Aber es gibt auch (selten) rein akustisches Spiel. 2. Trumpf ist die Sängerin, Amy Sacko, sehr offensiv, enorm ausdrucksstark, stimmgewaltig und phasenweise (wie ein Salif Keita z.B.) alles überstrahlend. Die Musik: Beinahe jedes Stück besitzt einen etwas anderen Charakter, dennoch fügt sich alles organisch und schlüssig. Der Opener kommt atemberaubend, so habe ich westafrikanische Musik noch nie gehört, auch von Bassekou nicht: Extrem rockig, dicht und intensiv, die Soli schon fast Rock´n´Roll, enorm das Tempo, die Power, alles überrollend – absolut erregend! Afro-ROCK gibt es auch anderswo, super leichtfüßig-federnd, beinahe swingend oder hypnotisch abziehender Groove pur (ein Hauch Afrobeat in Rock getaucht, ungeheuer mitreißend!). Aber auch wunderbaren typisch fließenden ziemlich relaxten Mali-Sound in eher friedlichem Ambiente, mal von komplexen Breaks durchsetzt, mal mit leichten Latin-Spritzern und erfrischend ungewöhnlichen (und tollen) Harmonien durch Ngoni und Gast-Trompete/Keyboards von Jon Hassell (für u.a. Eno/Talking Heads tätig). Bestechend zudem das unaufdringliche aber unbeirrt marschierende Trance-Feeling von Fama Magni (mit afrikan. Geige), der zwingende verschärfte rollende charakteristische Groove von Musow Fanga und nicht zuletzt der eine Spur bluesige ruhige sparsame feinfühlige dennoch spannende Schluß. Sein bestes Album bislang (sowie zusammen mit Africa Express prächtigstes Afro-Werk seit längerem), und das sage ich nicht, weil´s aus unserem Hause stammt. Jahres-Top-10. (dvd)

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