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Aminata Wassidjé Traoré: Tamala (180g) - Hilfe
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Aminata Wassidjé Traoré - Tamala (180g)

Cover von Tamala (180g)
Aminata Wassidjé Traoré
Tamala (180g)

Label Glitterbeat
Erstveröffentlichung 01.03.2014
Format LP
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 17,75 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

An der Schnittstelle von Tradition und Moderne: Debüt der Sängerin aus Mali.Aminata Wassidjé Traoré gehört in Mali zu den zurzeit angesagtesten Sängerinnen. Ihr Debütalbum "Tamala" entstand in der Hauptstadt Bamako zwischen 2000 und 2008. Geboren in Diré in der Nähe des legendären Timbuktu, wuchs Traoré im kulturellen Meltingpot des nördlichen Malis auf. Während dort seit Jahren ein Bürgerkrieg herrscht, sendet uns Traoré eine Botschaft des Ausgleichs und der Vermittlung. Ihr Album, auf dem sie in Songhai und Tamascheq singt, steht an der Schnittstelle von Tradition und Moderne: "Tamala" wurzelt in den Folktraditionen des Nordens, ist aber zeitgenössisch arrangiert. Die Platte ist zugleich die erste Kooperation zwischen Paul Chandlers Label und Künstleragentur Studio Mali und Akwaaba Music. Chandler ist Gründer der NGO I4africa.org, die sich neben sozialen Zielen für den Erhalt der traditionellen Musik Malis einsetzt. 14er Release, ihr Debut, ursprünglich 2009 erschienen, aufgenommen bei verschiedenen Sessions in den 00ern. Sie war schon auf dem Dirtmusic-Album vom letzten Jahr als Gast dabei und kommt aus Mali, und zwar dem Norden – was man hört. Die Basis der Songs mitsamt der kompletten Melodik entstammt denn auch dortiger Traditionen, die Umsetzung jedoch klingt (mal mehr mal weniger) zeitgenössisch und ist oft von attraktiven (Afro-) Grooves durchzogen, wenigstens bei 2 Tracks von dezidiert westlich geprägten. Ihre Stimme kommt souverän und eher herb, Vocals und Musik bilden einen unaufhörlichen Fluß, die Melodien werden, zusätzlich und differierend zum Gesang, auch immer wieder von der Soku (eine 1-saitige Geige) getragen – die phasenweise ein tolles eng verzahntes Geflecht mit akust. und v.a. E-Gitarren, z.T. Ngoni und der 24-saitigen Njurkle eingeht. Das alles, im Zusammenspiel mit den Grooves und den nicht unwichtigen allgegenwärtigen (teils Call/Response-) Chören führt (v.a. auf Seite 1, die deutlich ursprünglicher/rauher gehalten ist) zu höchst reizvollen hypnotischen Zuständen! Das Tempo der Stücke ist zumeist eher höher, Drums werden häufiger als Percussion eingesetzt - auch programmierte, auffällig bei den 2 oben erwähnten westlicheren Songs (mit z.T. Keyboards), eins davon etwas funky, beide ziemlich catchy, auf afrikanische Art. Im Grunde zelebriert sie hier eine spezielle Art von Desert Music, modernisiert zwar, aber traditioneller geerdet als die bekannten Tuareg-Bands (sie singt übrigens neben Songhai auch in Tamasheq). Dicke Empfehlung! Nur als Vinyl, 180g, schönes Klappcover, weltweit auf 1000 Exemplare limitiert! (dvd)