Staves: Dead & Born & Grown - Hilfe
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Staves - Dead & Born & Grown

Cover von Dead & Born & Grown
Staves
Dead & Born & Grown

Label Atlantic
Erstveröffentlichung 28.10.2022
Format LP
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 33,95 € (inkl. MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

re-issue im gatefold cover, farbig marmoriertes Vinyl

22er Reissue. Eine 10 Jahre alte phasenweise atemberaubend schöne Perle des Folk gibt es nun wieder auf LP (die vorher nur noch sehr teuer auf dem Sammlermarkt erhältlich war), auf recycletem Vinyl, dessen exakte Färbung jeweils völlig individuell ausfällt (vermutlich stark limitiert). Die ganz große (und alles dominierende) Stärke der 3 Schwestern aus England ist ihr 3-stimmiger liebreizender Harmony-Gesang, total verzaubernd. Ihre Musik erinnert einerseits an britischen Songwriter-Folk aus den mittleren 60ern (u.a. auch mal Nick Drake) bis heute (z.B. Laura Marling), fast noch mehr (vor allem in den nicht ganz so sparsam gehaltenen Stücken) an alte Laurel Canyon-Zeiten bzw. Westcoast-Folk (-Rock) von vor 50 Jahren. Zwischendurch taucht eine gewisse Americana-Tendenz auf, ein kurzer Hidden Track beheimatet sogar Blues-Elemente. Vorwiegend/überwiegend akustisch gehalten, sacht elektrifizierte Gitarren ergänzen die obligatorischen akustischen bei ein paar Tracks, vieles wurde (zumindest partiell) mit kleiner Band eingespielt, mehrfach fehlen jegliche Drums und eine Gitarre oder Ukulele oder Orgel (die ungefähr zur Hälfte dabei ist, irgendwie feinfühlig klingend und wirkungsvoll, Harmonium kommt auch vor) bilden (mindestens temporär) die einzige Begleitung. Sporadisch sind zudem Mandoline resp. Mandocello zu hören. Leichtfüßiger lichter anmutiger Songwriter-Folk in teilweise sehr dezent angerockt (und/oder rhythmisch ausgesprochen attraktiv gestaltet) oder entspannt-eindringlich steht neben purem ganz intimem reduziertem bis zartem anrührendem vorzüglichem Folk, manchmal findet beides zusammen, das definitive Highlight jedoch beginnt a-capella hinreißend! Ebenfalls absolut überzeugend: Die vielfach reizvoll ausschweifenden Melodiebögen, einige feinst eingängige Songs sind das Ergebnis. Dies ist ihre Debut-LP, die Songs sind Originale, Glyn und Ethan Jones produzierten, Michael Kiwanuka gastiert. Dicke Empfehlung! (detlev von duhn)

Und mehr Schwärmerei hier:
Die schönste Versuchung, seit es weiblichen Trio-Gesang gibt. Oder: So perfekt harmonisieren nur Schwestern. Oder: Reinhard hatte mal wieder Recht. Sehr wohl wissend, dass es meine musikalischen Vorlieben aufs genaueste trifft, legte er mir das Debut-Vollwerk der drei britischen Staveley-Taylor-Schwestern ans Herz, wo es sich im CD-Umdrehen einen Ehrenplatz erspielte. Bzw. ersang, denn diese strahlend reine Perle des akustischen Folk ist ganz und gar auf den Gesang von Emily, Jessica und Camilla zugeschnitten, der auch ohne Begleitung oder in sparsamsten Arrangements aufs Herrlichste leuchtet. Auch wenn die drei Verwandtschaften zu britischen Folk-Feen früherer und aktueller Zeiten von Sandy Denny bis Laura Marling erkennen lassen, so sind es doch eher die wehenden Weisen des Laurel Canyon-Americana, die einem beim Lauschen der 12 Staves-Songs, vom kristallklaren a capella-Beginn bis hin zum Folk-Blues-Kleinod im versteckten CD-Endbereich, in den Sinn kommen. Unter der bewährten Produktion von Glyn und Ethan Johns zelebrieren die drei Schwestern eine köstliche Folk-Kunst, zart und zurückhaltend in ein vorwiegend akustisches, seltener roots-rockendes Instrumental-Lager gebettet, dass die drei mithilfe ausgewählter Musiker mit vielerlei Gitarren, Bass, Mandoline, Mandocello, Ukulele, Wurlitzer, Orgel und dezentem Schlagwerk wirken. Aber selbst in voller Band-Begleitung ist es der perfekte Zusammenklang der drei sich köstlich ergänzenden Stimmen, der jeden einzelnen Song zum Harmonie-Himmel macht, der selbst den Kennern ins Schwärmen treibt. Bluegrass-reif im perfekten Dreistimmgesang, ohne jemals wirklich Bluegrass zu sein, näher am Boden der Traditionen als die Pierces, irdener und weniger gelackt als die Dixie Chicks, Bangles-blumig, ohne in Pop-Untiefen zu verkommen, Larkin Poe-lieblich, ohne deren Hang zum ausufernden Jamgrass – all das nur lose Verweise, um Euch auf den verführerischen Folk-Pfad zu locken. Als Dank widmen die Schwestern das Album ihren Eltern „for teaching us harmonies“. Diesem Dank möchte ich mich vollen Herzens anschließen. (cpa)

Review

"Perfectly gorgeous" (The Guardian)
"Close harmony perfection" (Sunday Times)
“The real ace up their sleeves is their exquisite harmonies” (8/10 – Uncut)

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