Sturgill Simpson: The Ballad Of Dood & Juanita - Hilfe
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Sturgill Simpson - The Ballad Of Dood & Juanita

Cover von The Ballad Of Dood & Juanita
Sturgill Simpson
The Ballad Of Dood & Juanita

Label Thirty Tigers
Erstveröffentlichung 27.08.2021
Format CD
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 13,95 € (inkl. MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Inspiriert von klassischen Konzeptalben wie "Red-Headed Stranger" von Willie Nelson, ist Sturgill Simpsons "The Ballad of Dood & Juanita" das dritte Album des Grammy-Preisträgers innerhalb von zwölf Monaten und sein bisher ehrgeizigstes Projekt. Geschrieben und aufgenommen in weniger als einer Woche und mit denselben erstklassigen Musikern eingespielt, die auch auf den letztjährigen "Cuttin' Grass" Alben spielten, erzählt das Album die klassische amerikanische Geschichte eines Paares aus der Zeit des Bürgerkriegs, das durch Gewalt auseinandergerissen und durch Liebe wieder zusammengeführt wird - was Simpson als "eine einfache Geschichte von Erlösung oder Rache" identifiziert.

Unser Rezensent ist sehr angetan:
Meine Güte, ist der momentan produktiv. Soll mir recht sein, die beiden (fast) puren Bluegrass-Vorgänger (Cuttin Grass), nicht mal ganz ein Jahr her, gehören zum Besten, was ich in dieser Zeit zu hören bekommen habe. An deren Klasse schließt diese (sehr kurze) Konzept-LP (eine durchgehende Geschichte aus dem amerikanischen Bürgerkrieg) an, die stellare Besetzung ist ziemlich exakt dieselbe: U.a. Stuart Duncan, Tim O´Brien, Sierra Hull, Scott Verstal, Mike Bub, wobei die jeweilige Beteiligung der Instrumente wechselt (dominant sind natürlich wieder die akustischen Saiten, ob Gitarre, Mandoline oder Banjo, fast immer begleitet von Fiddle, akustischem Bass natürlich, sporadisch von Jews Harp und Harmonica). Superbes Spiel ist also garantiert, ebensolche Soli ebenfalls, manche Sounds gehen aber deutlich über herkömmliche Bluegrass-Standards hinaus wie auch öfters die Stilistik, wenn uralter bis dezent modifizierter brillanter Appalachen-Country bzw. Mountain Folk sich hinzugesellt (teils als tief berührende Ballade), gar mit traditionsbewußtem Outlaw Country verschmolzen wird, bis hin zu einem Abstecher in Richtung Tex-Mex-Country oder kurzen Gospel-Splittern (vom freilich ultrakurzen Prolog/Epilog im militärischen 19. Jh.-Stil ganz zu schweigen). Eine der Inspirationsquellen übrigens war der Überklassiker Red Headed Stranger von Willie Nelson, der hier auch 1x gastiert. Dicke Empfehlung! (detlev von duhn)

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