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Young Gun Silver Fox: Canyons - Hilfe
hilfe

Young Gun Silver Fox - Canyons

Cover von Canyons
Young Gun Silver Fox
Canyons

Label Légère
Erstveröffentlichung 21.02.2020
Format CD
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 13,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Hach so viel Feelgood-Sound für Erwachsene! Auch das dritte Album von Young Gun Silver Fox geht konsequent seinen Weg in Richtung Blue Eyed-Soul der 80er.
Andy Platts und Shawn Lee scheren sich nicht um Trends und Moden, wobei das Modell “Softrock” in Hipster-Kreisen ja aktuell durchaus Konjunktur hat. Hier werden private Leidenschaften mit akribischer Authentizität (diese perfekte, chromblitzende Soundästhetik!) und trotzdem auch erkennbar mit ganz viel Spaß gepflegt. Das Rad der Zeit wird also wieder bis mindestens in die mittleren 80er zurückgedreht, als leicht cheesiger Hochglanzpop (vorwiegend von der Westküste) die Welt regierte. Wobei der smoothe Opener erst mal Elton John huldigt, eine durchaus neue Facette im Vintage-Schaffen von YGSF. Im Weiteren sind die Säulenheiligen dann aber wieder ganz offensichtlich die leider oft verkannten Hall & Oates. Mit eleganten Bläsern, E-Piano und slickem Funk-Bass wird dem pastellfarbenen Weißbrot-Soul der späten 70er bis mittleren 80er gehuldigt. Zentrales Stilmittel ist der betörende Falsettgesang von Pratt ein durchaus heikler Balance-Akt, hier meisterlich bewältigt. Die ausgereiften Songs und die mondäne Produktion von Shawn Lee scheinen direkt aus der Zeitmaschine gepurzelt zu sein. Dabei geht es hier keinesfalls um ironisches Persiflieren, die beiden lieben ihren Sound ganz offensichtlich und haben auch die notwendig eingängigen Songs dazu. Im Vergleich zu den ersten beiden Alben höre ich diesmal weniger funky Doobie Brothers, dafür aber rundum gelungene Referenzen nicht nur an die Großmeister Hall & Oates, sonder sogar an einen weiteren Verfemten, nämlich Alan Parsons. Die diesmal prägnanteren Bläser wurden von Nichol Thomson (Incognito, Robbie Williams, Gregory Porter) arrangiert. Macht insgesamt ein traumhaftes Album für AOR-Veteranen auf „Too Slow To Disco“-Trip. (Joe Whirlypop)

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