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Issam Hajali: Mouasalat Ila Jacad El Ard - Hilfe
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Issam Hajali - Mouasalat Ila Jacad El Ard

Cover von Mouasalat Ila Jacad El Ard
Issam Hajali
Mouasalat Ila Jacad El Ard

Label Habibi Funk
Erstveröffentlichung 22.11.2019
Format CD
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 14,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Außergewöhnliches Album beim spannenden Habibi Funk-Label. Wobei der Libanese Issam Hajali nicht funky ist, sondern sich viel mehr als milde psychedelischer Songschmied präsentiert, dessen Musik durchaus anschlussfähig an britischen Art-Pop der frühen 70er ist, manches erinnert auch an „Sugar Man“ Rodriguez. Kenner der nahöstlichen Musikszene dürfte Hajali vielleicht als Sänger der libanesischen Band Ferkat Al Ard bekannt sein, dies ist sein Solodebüt vor der Bandkarriere, entstanden 1977, stilistisch aber etliche Jahre älter anmutend. Die Basis ist durchaus klassisches Singer/Songwritertum mit gar nicht mal so offensichtlichen arabischen und iranischen Einflüssen. Das Werk erschien seinerzeit als Cassette in winziger Auflage (75 Stück!), was man beim heutigen Hören kaum glauben kann. Denn die Musik ist ausgereift und eigenständig, die Produktion durchaus opulent, die Stimme charismatisch und das Ganze überhaupt rundum gelungen. Ich höre Tim Buckley- und auch einige Nick Drake-Einflüsse, wobei die Arrangements mit flüssigem E-Piano und auch einem mittelöstlichen Tasteninstrument einen milde jazzigen Vibe mit orientalischer Note verbreiten. Grandios sind die leider zu seltenen Eskapaden auf einem analogen Synthie. Die ungewohnte Sprache (Libanesisch?) klingt exotisch-süß, die Stimmung der Songs ist getragen melancholisch, das ganze Album ein zu Recht gehobener Schatz aus fernen Ländern und Dekaden. (Joe Whirlypop)

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