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House And Land: Across The Field - Hilfe
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House And Land - Across The Field

Cover von Across The Field
House And Land
Across The Field

Label Thrill Jockey
Erstveröffentlichung 14.06.2019
Format CD
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 14,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

19er des Duos aus North Carolina, Sarah Louise Henson und Sally Anne Morgan (Black Twig Pickers, Pelt). 2.LP, anders als beim Debut nur 7 meist etwas längere Stücke, untypisch (wie vieles hier) für diese Art Musik, nämlich uralten Folk, der sich bei Appalachian-Musik, aber auch schottischen, englischen Wurzeln bedient (u.a. bei Shirley Collins) Traditionals durchweg, doch ganz eigen interpretiert, erstaunlich freisinnig manchmal, zudem wesentlich mehr Klangfarben als üblich (im Zentrum stehen Akustik/12-saitige Gitarre/Bouzouki, Banjo, Fiddle; aber nicht durchgängig), sie scheuen selbst vor (in diesem Zusammenhang) beinahe experimentellen Beigaben nicht zurück. Und agieren entspannt, in absoluter Ruhe (dahin) fließend (samt zarter filigraner sehr aparter E-Gitarre) oder in unterschwelliger Aufwallung mit mehr Dringlichkeit, etwas lebhafter, oder auch sanft und leicht verträumt (schon durch eine verhallte Flöte, die in den traditionell geerdeten Song eine weitere sonst nicht vorhandene Note einbringt). Das zweite Stück mit Flöte kombiniert sie einfach bestechend mit Geige, Glockenspiel und einer Shruti-Box (eine Art indisches Harmonium ohne Tasten, feine Drone-artige Klänge!), total getragen, quasi in Zeitlupe, in der Wirkung irgendwie außerweltlich anmutend (ohne Saiten!). Das mit fast 8 Min. längste Stück fällt ziemlich aus dem Rahmen (oder auch wieder nicht), eine rein instrumentale improvisationsreiche Meditation nur mit E-Gitarre und Geige sowie phasenweise einer ultrareduzierten Kick-Drum, teils extrem zart, leise und poetisch, teils stoisch langsam marschierend, die Gitarre (partiell verzerrt) mäandernd; manchmal dezent repetitiv oder seltsam psychedelisch wirkend, beständig fabelhaft! Absolut großartig schließlich: Der Gesang, eine Spur herber hier, eher süß unter Einschluß hoher Lagen, zur Hälfte solo, zur Hälfte gemeinsam, und wie: Immer wieder keineswegs unisono/in perfekter Harmonie, sondern gegeneinander „versetzt“, die Melodie variierend, was den Reiz noch einmal steigert, außerordentlich eigen und lebendig klingt. Toll! Wie das ganze Werk. Große Empfehlung! (dvd)

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