Spiritualized: And Nothing Hurt - Hilfe
hilfe

Spiritualized - And Nothing Hurt

Cover von And Nothing Hurt
Spiritualized
And Nothing Hurt

Label Bella Union
Erstveröffentlichung 07.09.2018
Format LP (+MP3)
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 24,95 € (inkl. MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Längst hat Jason Pierce sein Projekt in ein Stadium reifster Größe überführt. Weg vom reinen Drogenrock vergangener Tage als J. Spaceman bei Spacemen 3 hin zu einem ganz eigenen, episch-sinfonischen Gospel von erhabener Schönheit. Auch diesmal wieder üppig instrumentiert, ja orchestriert. Streicher, Hörner, Chor werden pastoral zusammengefügt und sanft ins Schweben gebracht, mit wohldosierten Laut/Leise-Kontrasten, dadurch auch immer Momenten von zarter, fast bluesiger Kontemplation. Oder richtig soulig mit zusätzlichem Gebläse. So gesehen greift das achte Studioalbum von Spiritualized auch diese besonders schönen Momente der klassischen Spacemen 3 wieder auf (die Slideguitar!) heute aber drogenfrei. Der Rausch entsteht aus der Dichte der Musik, die aber niemals überladen, sondern immer klar strukturiert und sanft fließend klingt. Die Songs leben von der Dramaturgie, bauen meistens leise und langsam auf, steigern sich dann gemächlich bis zu fast stehen bleibenden Orchester-Akkorden, auch mal mit spacigen Synthies unterlegt. In der Wirkung ist das höchst hypnotisch, auch wenn klassische Rock-Attribute (wie z.B. ein klarer Beat) häufig fehlen. Wobei die Anzahl richtig satter Rocknummern diesmal höher ausfällt: das siebenminütige „The Morning After“ ist gar ein harter Rocker, hinten raus mit exzessiver Noisegitarre zu fast freejazzigen Hörnern, was für meinen Geschmack kein bisschen anstrengend klingt, sondern nur mächtig und ekstatisch im Geist von Coltrane und Sun Ra rockt. Space Gospel. (Joe Whirlypop)

noch mehr von Spiritualized