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I'm With Her: See You Around - Hilfe
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I'm With Her - See You Around

Cover von See You Around
I'm With Her
See You Around

Label Concord
Erstveröffentlichung 16.02.2018
Format CD
Lieferzeit 1 – 3 Werktage
Preis 8,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Das Wahrwerden einer wundergleichen Vision, ein kühner Country-Traum wird - endlich - zur greifbaren Wirklichkeit: Die drei seit Jahren immer mal wieder gemeinsam auf verschiedensten Folk-Festival-Bühnen agierenden Grazien des ebenso Singer-Songwriterkunst- wie Instrumental-Artistik-geprägten Bluesgrass, Country & Folk haben ihr lang angekündigtes Triowerk in die ersehnte Tat umgesetzt und schenken uns jetzt ein Album, das wie eine Gottesgabe aus dem ewigen Roots-Himmel wirkt. Schon im jeweiligen Alleingang erfreuten uns Sara Watkins, Sarah Jarosz und Aoife O'Donovan mit ungemein nachhaltig wirkenden Werken, im Dreier-Einklang aber lassen sie Wurzelträume wahr werden. Beschränkten sie sich seit ihrem ersten spontanen gemeinsamen Auftritt (2014, Telluride, nach einer halben Stunde des konzentriert-kongenialen Vorbereitens in den Waschräumlichkeiten) bislang auf die einfühlsame Bühnenbearbeitung von Fremdwerk, so ließen sie sich für ihren Gruppen-Erstling Zeit, Raum und Ruhe, um etwas ganz Eigenes entstehen zu lassen. Und so ist See You Around eine von marginalem Außeneingriff berührte (Produzent Ethan Johns trägt ein wenig Tasten- & Saitenwerk bei) Sternstunde dreier ebenso instrumental wie vokal einzigartiger Americana-Artistinnen geworden, denen es gelingt, ihr kreatives und künstlerisches Können zu bündeln und ein aus nahezu ausschließlich eigenen Kompositionen kreiertes, kongeniales Country-Kunstwerk zu erschaffen, das diesen Namen in seiner ganzen Tiefe verdient und die ganze Bandbreite der Trio-Möglichkeiten zum Leuchten bringt. Zwischen den beiden Trio-Werken von Harris, Parton & Ronstadt und den verführerischen Sirenen-Gesängen aus O Brother Where Art Thou wird hier das ebenso einfache wie von meisterlicher, multiinstrumental-saitenspielerischer Brillanz und genialen Gesangsharmonien getragene Hohelied auf das Wunderwerk der wahren Wurzeln gesungen und das derart gekonnt-konzentriert, von Erfahrung und Gefühl getragen und die Fähigkeiten der drei Protagonistinnen auf den perfekten Punkt bündelnd, dass es mich bei aller hohen und höchsten Erwartung, die ich voll der Vorfreude an dieses Werk herantrug vor Ehrfurcht und Staunen verstummen lässt. Gelungener als erwartet und erhofft entfaltet sich hier eine delikate Dreieinigkeit, die sogar noch nachhaltiger, ja größer wirkt als die Summe ihrer bereits vehement verehrten Talent-Teile. Ein wahres, bleibendes Geschenk an alle Freunde des akustischen geprägten (Alternative) Country-Folk. (cpa)


18er, ein wahrhaftiges Traum-Trio, das schon länger Konzerte zusammen bestreitet (v.a. mit Coverversionen), nun das gemeinsam/selbst geschriebene Debutalbum vorlegt (ok, ein Cover ist dabei, ein unveröffentlichtes Gillian Welch-Stück): Aoife O´Donovan, Sarah Jarosz, Sara Watkins! Sie singen bei allen Songs zumindest partiell mehrstimmig bzw. ergänzen gar köstliche Harmony Vocals und allein dieser ergötzliche, entzückende, wundervolle Gesang ist schon das Album wert. Die Begleitung stammt ebenfalls (mit Ausnahme von Producer Ethan Johns) von ihnen selbst extrem differenziert und musikdienlich, außerordentlich gut, zwei bis vier Saiteninstrumente aller Art (darunter ein paar Mal auch eine E-Gitarre, äußerst apart, etwas verweht oder trockener Fuzz/Distortion, punktierend oder schmucklos begleitend), großteils Geige (kein Schlagwerk). Manchmal erstaunlich vielschichtig, auch ohne große Besetzung. Die Musik speist sich stilistisch aus einer feinsinnigen, ruhigen/zurückhaltenden, zutiefst poetischen oder leisen filigranen kurz aufschäumenden und unkonventionellen/überraschend eigenen Folk/Country-Melange (kunstvoll und emotional zugleich, nicht übermäßig traditionalistisch); aus sanftem ungeheuer zartem lyrischem Folk; nicht so oft „klassischem“ Songwriter-Country resp. zeitgenössischer Americana (gelassen und etwas wehmütig, eine Spur lebhafter oder ausgesprochen kontrastreich, teils fast ätherisch); zwischendurch ausnahms- und ansatzweise extrovertierterer, rhythmischerer Roots-Musik (eine Spur Rock, Blues) bzw. stark traditionell orientiertem ziemlich fröhlichem Folk (einziges Instrumental). Aber das Wichtigste hier ist eh das „Wie“. Und das ist fabelhaft. Eine große Empfehlung. (dvd)

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