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John Paul White: Beulah - Hilfe
hilfe

John Paul White - Beulah

Cover von Beulah
John Paul White
Beulah

Label Single Lock
Erstveröffentlichung 19.08.2016
Format CD
Lieferzeit 1 – 3 Werktage
Preis 14,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Nur zwei reguläre Alben hinterließ uns das göttlich-geniale Civil Wars-Duo, bis heute zählen diese beiden Wurzel-Wunderwerke (und ihre nicht minder erfreulichen Live- und Nebenerscheinungen) zu den bleibenden Glanzlichtern meiner bescheidenen Sammlung. Auch wenn mir der Joy Williams-Alleingang die ersehnte Stimm-Rückkehr schenkte, so blieb doch eine Lücke, dort, wo bei The Civil Wars Herz und Seele lagen. Jetzt lässt die andere C.W.-Hälfte nach dem rundum gelungenen 2008er Solo-Debut The Long Goobye einen neuen Americana-Alleingang folgen und knüpft mit beiden Händen direkt am schmerzlich vermissten Band-Faden an. Mit einer Stimme, die noch reifer, berührender, bewegender in der magischen Mitte zwischen Paul Simon-Sanftheit, ergreifender Dave Eugene Edwards-Energie, seligem Raul Malo-Tremolo und Roy Orbison-Crooning die Sinne trifft, führt John Paul White durch einen mal wild wogenden, mal zaubrisch-zerbrechlich zarten Reigen reifer Roots-Perlen, mal karg und rein akustisch begleitet, mal in voller Roots-Rock-Bandstärke dargereicht, entfaltet sich ein Alternative Country-Kosmos, der vom ersten Moment an mitreißt, packt und schlicht nicht mehr loslässt. Zwischen Bluegrass-Beiwerk auf Mandoline und Fiddle, samtweich gesetzten Streichern, Buddy Miller-reifem Swamp'n'Twang und Mavericks-Country-Rock , fragilem King Convenience-Folk und beseelten Lagerfeuer-Balladen greift White's gefühls-tiefe Stimme direkt ans und ins Herz, die Sinne betörend und die Seele beglückend. Und in der Mitte zwischen packend-düsteren Desert-Rock-Deftigkeiten und tief berühenden , tränenziehenden Balladen-Kostbarkeiten von nahezu schmerzhafter Schönheit wächst die erleuchtende Erkenntnis: Mit Beulah ist die Seele der Civil Wars zurückgekehrt. Ein sicherer Kandidat für die obere Region der Jahrescharts 2016. (cpa)

16er, 2. Solo-LP des Civil Wars-Co-Chefs, dessen so schöne wunderbar gefühlvolle (teils weiche) Stimme (nie klang sie besser!) eine Menge zur faszinierenden Ausstrahlung vieler Songs beiträgt! Die bewegen sich zwischen Songwriter-Folk und (dezentem, auch mal zurückgenommenem Southern) -Rock, streuen ab und zu (Alt.) Country-Elemente ein, und verfügen mehrfach über eine gewisse Pop-Affinität, insgesamt mit klarer Balladen-Tendenz. Vorwiegend schlank arrangiert/produziert (akustisch/elektrisch, Saiten-, Tasten- und Streich-Instrumente), ohne vor vollmundigen Intensivierungen zurückzuschrecken. Diverse betörende ungeheuer feinsinnige Stücke, aber auch packende, ja zwingende Dramatik tragen teilweise einen melancholischen bis beinahe gequälten die Seele berührenden Grundton (und sind entsprechend gesungen was dann auch zum textlichen Inhalt paßt), andere schwingen sich zu purer strahlender/erhabener Schönheit auf, kurz kommt eine leichte Schärfe auf. Gefällt mir außerordentlich, dieses Album! (dvd)

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