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Bob Dylan: Fallen Angels - Hilfe
hilfe

Bob Dylan - Fallen Angels

Cover von Fallen Angels
Bob Dylan
Fallen Angels

Label Columbia
Erstveröffentlichung 20.05.2016
Format LP
Lieferzeit 1 – 8 Werktage
Preis 19,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Erneut wendet sich der 75 Jahre junge Altmeister den Songs zu, die ehedem durch die Stimme Sinatras in das kollektive Musik-Gedächtnis getragen wurden. Unter der Produktionsregie von Jack Frost spielte Dylan das Dutzend Songs aus den Federn von u.a. Johnny Mercer, Harold Arlen, Sammy Cahn und Carolyn Leigh mit seiner Studioband in den Capitol Studios in Hollywood ein, und verlieh den einstigen Swing-Klassikern wie Young At Heart, It Had To Be You, Polka Dots And Moonbeams, All The Way, All Or Nothing At All, That Old Black Magic und Come Rain Or Come Shine seine ganz eigne Note.
Exakt an seinem 75. Geburtstag höre ich das neue Werk des eigensinnigen Meisters, das vermutlich wieder die eine oder andere Sorgenfalte in die Gesichter der fürs Business Verantwortlichen gräbt. Denn Dylan versucht sich erneut an historischen Coverversionen aus dem Great American Songbook der Dreißiger- und Vierzigerjahre (u.a. Johnny Mercer, Hoagy Carmichael, Harold Arlen, Sammy Cahn). Mit kleiner Country-Band, ganz oldschoolig im betulichen Western Swing-Format mit Fiddle, Akustikgitarre, Pedal Steel, Upright Bass und Besen-Schlagzeug, vom Chef selbst gewollt unaufdringlich produziert. Was dann – bis auf die erneut großartige und gar nicht so sehr brüchige Stimme – eher nach dem Alterswerk von Willie Nelson klingt. Wie schon bei "Shadows In The Night" von 2015 sind auch fast alle dieser zwölf Songs durch Interpretationen von Frank Sinatra bekannt geworden, man kann also durchaus von einer Fortsetzung jenes Konzepts sprechen. Aber natürlich interpretiert Dylan die Songs eben wie Dylan. Und vermutlich verkauft sich jedes neue Album des Alten ähnlich gut – ob nun mit knarzigem Blues oder lässig-routiniertem Altherren-Swing. "Shadows In The Night" chartete hierzulande sogar unter die Album-Top10, wie ich gerade lese. Also wohl doch keine Sorgenfalten bei den Betriebswirtschaftlern. Hauptsache, der alte Sturkopf liefert, „Come Rain Or Come Shine“. (Joe Whirlypop)

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