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Various Artists - Look Again To The Wind: Johnny Cash's Bitter Tears Revisited

Cover von Look Again To The Wind: Johnny Cash's Bitter Tears Revisited
Various Artists
Look Again To The Wind: Johnny Cash's Bitter Tears Revisited

Label Masterworks
Erstveröffentlichung 22.08.2014
Format CD
Lieferzeit 1 – 8 Werktage
Preis 8,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Hier wächst aber auch alles zusammen, was gut, wahr, echt und edel ist. Johnny Cash’s ein halbes Jahrhundert altes, immer noch gültiges musikalisches Eintreten für die amerikanischen Ureinwohner, Bitter Tears: Ballads of the American Indian, 2014 von einer auserwählten, aber überschaubaren Schar ans Herz gewachsener Americana-/Country-Größen unter der feinfühligen Führung von Joe Henry zu neuem Leben erweckt, entpuppt sich als eine wahre, einzigartige Perle der erdverbundenen, kunstvoll ungekünstelten, unter die Haut gehenden und bleibenden Wurzelpflege. Durch Hinzunahme zweier Reprise-Fassungen, des titelgebenden Look Again To The Wind und der gefühlvollen Ausweitung aufs Feinste ausgefeilter Instrumental-Sequenzen wurden die gut 30 Minuten des 8-Song-Originalalbums auf einen 11-Lieder-Reigen von 52 Minuten erweitert, Dennis Crouch (Bass), Jay Bellerose (Drums), Patrick Warren (Piano), Sam Bush (Mandoline) und Greg Leisz‘ wunderbar silbern strahlende Weissenborn bereiten das gleichzeitig meisterliche und naturbelassene instrumentale Lager für die erlesenen Vokal-Gäste, die sich wunderbar in den Lead- und Backing-Vocal-Rollen abwechseln. Während Gillian Welch und David Rawlings als führendes Gesangs-Duett gleich dreimal zu Wort kommen (und als Chor und Gitarren-Duo das ganze Album spürbar mit prägen), geben sich Cash-Weggefährten, -Freunde und Verehrer wie Emmylou Harris, Steve Earle, Nancy Blake, Norman Blake, Kris Kristofferson, Kenneth Pattengale, Joey Ryan, Rhiannon Giddens und Bill Miller abwechselnd die Ehre, die wortreichen Balladen aus der Feder Peter La Farge’s (und den zwei Cash-Original-Songs) mit berührendem neuen Leben zu erfüllen. Die Songs sind schlicht zeitlos, die Darbietungen makellos, vielleicht ein wenig versöhnlicher, weicher als die vehementer vorgetragenen Originale, aber für die Freunde des gepflegten Wurzelwerks bietet sich hier eine strahlende Sternstunde, ein geradezu genialer Genuss. Herrlich. (cpa)

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