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Mirel Wagner - When The Cellar Children See The Light Of Day

Cover von When The Cellar Children See The Light Of Day
Mirel Wagner
When The Cellar Children See The Light Of Day

Label Sub Pop
Erstveröffentlichung 15.08.2014
Format CD
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 7,95 € (inkl. MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Drei Jahre sind seit dem bis heute nachhallenden Debut der finnischen Singer-Songwriterin mit den äthiopischen Wurzeln vergangen, unvergesslich bis heute die schneidend intensive Kraft ihrer radikal aufs Nötigste reduzierten, verletzend-verletzlichen Akustik-Weisen, und dennoch gelingt es ihr, diese tiefgreifende Wirkung mit ihren zehn neuen Karg-Kostbarkeiten noch zu steigern. Weiterhin stehen nahezu allein ihre berührende, zerbrechliche, mitunter unterkühlte, scheinbar unberührte, manchmal nur gehauchte Stimme und ihre natürlichen Akustik-Gitarren-Akkorde im Zentrum des fiebergleich brennenden, schmeichel-sanft-schneidenden, rauh-reibenden Folk-Fein-Werks, aber wundersamerweise schafft es Produzent Vladislav Delay (dessen Wahl beim reinen Credit-Lesen zunächst noch überrascht), diese noch klarer, noch wärmer, noch hautnäher klingen zu lassen. Als einziger Instrumental-Gast trägt Craig Armstrong einen dezenten Hauch von Cello, Harmonium und Piano zum düsteren Ganzen bei, aber Mirel weiß allein, den Klangraum bis in die letzten verwehten Winkel mit Liebe, Leben und Leiden zu füllen, mal mit filigranem Folk-Feinwerk, mal mit bösem Blues-Unterton, mal im kratzigen Country-Kleid, mal in eindringlichen, fast hypnotisierenden Repetitionen. Und im zerbrechlichen Zentrum dieses scheinbar schlicht gestalteten Gefühlssturms singt die rein akustisch elektrisierende Poetin ihre verstörenden Schlaflieder und melancholischen Mörder-Balladen, dabei den dunklen Geist Nick Cave’s, die Tristesse eines Leonard Cohen, die roh-reife Energie einer P.J. Harvey, die reizvoll-verwehte Romantik einer Marissa Nadler, den erdnahen Schmerz eines Townes van Zandt in sich vereinend, auf den kargen Punkt konzentrierend und dabei die Wirkung vervielfachend. Betörender Schmerz, karge Klangfülle, unterkühlt-wärmendes Fieber, ein leuchtender Gothic-/Psyche-Folk-Edelstein, in dessen dunklem Licht man sich verlieren kann. (cpa)

Review

“As accomplished as it is disturbing, When the Cellar Children See the Light of Day is a riveting album from a formidable and yes, haunting, talent.” (All Music Guide, 4 Sterne)

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