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Johnny Cash: American VI: Ain't No Grave (180g/ltd. Edition) - Hilfe
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Johnny Cash - American VI: Ain't No Grave (180g/ltd. Edition)

Cover von American VI: Ain't No Grave (180g/ltd. Edition)
Johnny Cash
American VI: Ain't No Grave (180g/ltd. Edition)

Label American Recordings
Erstveröffentlichung 14.03.2014
Format LP (+DLCload-Code)
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 21,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Die Arbeiten zu The Man Comes Around waren kaum beendet, da drängte es Cash zu weiteren Aufnahmen. Nicht nur seine schwindende Gesundheit mag ihn dabei zur Eile getrieben haben, Rubin und er nutzten jede sich bietende Gelegenheit, um ihren 1994 mit der ersten Ausgabe der American Recordings aufgenommenen Faden weiterzuspinnen. Ein Teil der Nach-Volume Vier-Aufnahmen erschienen mit A Hundred Highways auf CD, mit Ain't No Grave liegen jetzt die letzten, ergreifenden Aufnahmen des großen Mannes vor. Auch wenn sich an der einzigartigen Darreichungsform nicht viel geändert hat - wieder sind es akustisch gehaltende, zurückgenommene Arrangements, von der erd- und wurzelnahen akustischen Gitarre dominiert, vom Piano unterstützt, um dezente Sprengsel auf häufig sakral gestimmter Orgel, Banjo, Kontrabass oder Streichquartett bereichert, die das Klangbild liefern; wieder sind es gute Bekannte (Mike Campbell, Benmont Tench, Jonny Polonsky, Smokey Horm, Matt Sweeney, Scott & Seth Avett), die ungemein einfühlsam das Ton-Gemälde gestalten - so wirken die 10 Songs von Ain't No Grave noch intensiver, noch einschneidender, als ihre an Wirkung wahrlich nicht armen Vorgänger. Cash's Augen sind in die Ferne gerichtet, der Titelsatz „There ain't no grave can hold my body down“ zieht sich wie ein roter, Lebenskraft/Puls-gebender Faden durch das Album, “Death where is thy sting” lächelt der weise Mann in I Corinthians 15:55 (dem einzigen Cash-Original des Albums), und auch Satisfied Mind, das auf kaum einem Album besser aufgehoben wäre als hier, schenkt uns diesen durch Erfahrung gereiften, optimistischen Blick in eine Welt, die nach der irdischen kommt. Wieder zieht Cash seine fieberhaft kreative Kraft aus verschiedensten Quellen, singt Redemption Day von Sheryl Crow, For The Good Times von Kristofferson, Can't Help But Wonder Where I'm Bound (Tom Paxton), Cool Water (Bob Nolan) oder Last Night I Had The Strangest Dream (Ed McCudry), aber dennoch ist Ain't No Grave ganz und gar Cash's Nachlass, sein Vermächtnis, das die Schmerzen des Verlusts in Tränen der Hoffnung verwandelt. (cpa)

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