Bob Dylan: Street Legal (rem.) - Hilfe
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Bob Dylan - Street Legal (rem.)

Cover von Street Legal (rem.)
Bob Dylan
Street Legal (rem.)

Label Columbia
Erstveröffentlichung 01.04.2004
Format CD
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 6,95 € (inkl. MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Remasterte Normal-CD in unglaublicher Klangverbesserung, zum Aufstock-freundlichen Preis.
Columbia 1978. Nach der Scheidung von Sara, dem Auseinanderbrechen der “Rolling Thunder-Revue” und dem völligen Ignorieren seines großartigen Filmes “Renaldo & Clara” durch Presse und Publikum stand Bob Dylan, der in den Jahren 1974-1977 zweifellos eine der besten Phasen seiner Karriere hinter sich hatte, mehr oder weniger vor einem Scherbenhaufen. Klar war, dass die Vergangenheit plötzlich wirklich weg war ( wie er in „Wedding Song“ auf „Planet Waves“ scheinbar hellsichtig gesungen hatte) und er irgendwie von vorne anfangen musste. „Street Legal“ präsentierte erstmals Gospel-Background-Sängerinnen auf einem Bob Dylan-Album, einen ziemlich dichten und kompakten Sound, der an manchen Stellen fast schon als eingängig bezeichnet werden kann, sowie einen verwirrten und von Unsicherheit geprägten Künstler. In jedem Song von „Street Legal“ ist in Dylans Stimme diese Unsicherheit zu spüren, und einiges mehr, was wohl ohne Zweifel von Verletzung und Einsamkeit kündet.
Kein großes Album, eher ein Übergangswerk, durch die remixte Version von 1999 aber musikalisch deutlich verbessert und trotz aller Ungereimtheiten immer noch interessant und mit ein paar Songs, die so gut sind wie die besten von „Desire“. Da ist das klagende „Senor“, das Zwiegespräch in „We Better Talk This Over“, im Gegensatz zu manch anderen Stellen des Albums völlig unprätentiös und locker, mit herrlicher Musik, die langen Songs „Changing Of The Guards“ als forscher Eröffner und „Where Are You Tonight“ als beklemmendes Schlussstück. Dazwischen liegen Höhen und Tiefen, wobei viele Künstler froh wären, wenigstens so eine Platte zustande zubringen. Dylans radikale Hinwendung zum Christentum ein Jahr später sorgte dann für noch negativere Schlagzeilen, obwohl die 79er Platte „Slow Train Coming“ mit zu seinen besten zählen dürfte.
„Dieser Remix ist das rundum gelungene Experiment, aus einem letztendlich guten Album, dank einfühlsamer Veredelung, ein großartiges zu machen.“ (ME/Sounds. 5 Sterne)

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