Neil Young: Harvest Moon - Hilfe
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Neil Young - Harvest Moon

Cover von Harvest Moon
Neil Young
Harvest Moon

Label Reprise
Erstveröffentlichung 01.01.2000
Format CD
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 6,95 € (inkl. MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

1992 im Herbst veröffentlichter “offizieller” Nachfolger zum Bestseller und All-Time Klassiker “Harvest” 20 Jahre zuvor – akustisch, melancholisch, voller Neil Young-Romantik. Das fängt beim Neil-mit-Zottelwesternjacke-über-die-Prärie-streifend-Cover an und hört bei allen 10 Songs mit diesem unverwechselbaren Country-Folk-Sound auf, welcher sich unmerklich und langsam aber sicher in dein Herz schleicht. Jede Menge Schmusemusik bei Vollmond und Kerzenschein. Kein richtig großes Neil Young-Album, aber eines, welches man immer wieder mal braucht, um sich zu vergewissern, dass die Welt doch noch irgendwas taugt.

Neil holte mit Kenny Buttrey, Tim Drummond, Ben Keith und Spooner Oldham seine „Harvest“-Mannschaft Stray Gators zurück, Linda Ronstadt, James Taylor, Ben Keith, Nicolette Larson und Schwester Astrid Young teilten sich den recht oft eingesetzten Background-Chor. Die besten Songs gab es gleich zu Beginn, „Unknown Legend“ und „From Hank To Hendrix“, countrylastige Balladen mit guten Texten und klasse Mundharmonikaspiel. Das zehnminütige „Natural Beauty“ am Ende ist ein erhabener Klagegesang über die Zerstörung unserer Natur. Selten endete eine Neil Young-Platte so schön. Eigentlich fast eher an der gereiften Ausdruckskraft von „Old Ways“ als an der zerbrechlichen Melancholie von „Harvest“, zeigt Neil Young all seine Stärken im Verfassen solch intensiver Songs. Dazwischen liegen, wie schon angedeutet, Love-Songs von nicht immer gleicher Qualität, aber misslungen oder deplaziert wirkt hier eigentlich nichts. Aus dem Rahmen fallen „War Of Man“, wohl Neils Antwort auf den Golfkrieg ein Jahr zuvor, das banjogetriebene „Old King“, eine Liebeserklärung an einen von Neils Hunden, sowie das von Jack Nitzsche produzierte „Such A Woman“, der kammermusikalische Höhepunkt von „Harvest Moon“ und von Neil mit atemberaubender Intensität gesungen. Hier taucht der alte Geist von „A Man Needs A Maid“ wieder auf, und man ist wirklich beeindruckt. (cpa)

Review

“...Harvest Moon is all strummed acoustic chords, scenic choral overdubs, melodies cruising smooth as an air-conditioned limo on a two-lane blacktop. Underneath the tranquility and cosmic platitudes, thereþs a human highway...” (Spin)
“...sounds like the calm after the storm, with a hushed musical landscape at times populated only by a ghostly harmonica, a few spooky bass lines and Youngþs cracked tenor...within these spare settings, Youngþs search for shelter from the storm resonates like a heartbeat...” (Rolling Stone US)

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