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Various Artists: Whiskey Preachin' Vol. 1 - Hilfe
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Various Artists - Whiskey Preachin' Vol. 1

Cover von Whiskey Preachin' Vol. 1
Various Artists
Whiskey Preachin' Vol. 1

Label Whiskey Preachin'
Erstveröffentlichung 06.03.2020
Format LP
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 14,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Ich hatte ja letztens im Vorwort mein neues Label  erwähnt. Nun ist es so weit: Die erste Veröffentlichung, eine Vinyl only-Veröffentlichung mit 12 US-Künstlern/Bands zwischen Country- und Southern-Rock. Im Klappcover, der VÖ ist der 6. März, nur hier einen Monat früher. (rh)


Review von Günter Ramsauer:
Verdammt! Was für eine Compi! Cowboy Boots & Honky Tonk, Twang & Groove, Gumbo Rock & Outlaw Boogie. Begriffe mit denen wir mittendrin im Geschehen von "Whiskey Preachin' Volume 1" sind. Drehen wir das Rad zunächst zurück. Auf ihrer Homepage verkünden Whiskey Preachin: Two Brighton-based DJs, Shamblin Sexton and Senor Mick, needed somewhere to share their love of Southern-fried sounds, music for outlaws looking for a little backwoods boogie on a Friday night, a touch of two-step and four fingers of the finest bourbon whiskey. From country funk, swampy blues and southern soul to bayou bounce, gumbo rock, dusty cosmicana and truck stop pop, Whiskey Preachin like to play records for drinking and dancing, loving and laughing the night away.
Und neuerdings kommt so ein positiv Verrückter wie Reinhard 'Keep On Chooglin' Holstein (Stag-O-Lee, Glitterhouse) daher und gründet mit Tony 'Shamblin' Sexton Whiskey Preachin' Records. Holstein ist der Goldgräber und Perlenfischer in unseren Breiten, seine Serie "Keep On Chooglin" umfasst mittlerweile 21 Homo Swampus Volumen. Als The Love Rustler präsentiert er Raritäten und Bekanntes, hauptsächlich von Anfang bis Mitte der Siebziger, von Swamp Blues und Southern Rock bis Voodoo Funk und Country Soul. Damit gibt sich einer wie er naturgemäß nicht zufrieden und präsentiert nun die auf 1000 Kopien limitierte Vinyl only Compilation (Klappcover mit ausführlichen Liner Notes) "Whiskey Preachin' Volume 1" mit knallbuntem Artwork, aller feinst gestaltet von Chris 'Sick' Moore. Das Ganze mit  aktuellem "21st Century Honky Tonk for the outlaw dance floor", kompiliert vom Whiskey Preacher Shamblin Sexton. Also Leute, rein in die Cowboy Boots, ab an die Theke, Feuerwasser bestellen und ab geht's auf die Tanzfläche. Starten wir ganz "Cool And Handsome" mit Mayeux & Broussard, die das Feuer unter dem Allerwertesten schüren. Stromgitarren-Licks, die vor Spielfreude nur so sprühen und ein bis nach Texas rollendes Honky Tonk Piano. Danach stellt uns James Scott Bullard vor die Wahl: "Jesus, Jail Or Texas". Dazu wird mal auf die eine, dann auf die andere Seite geschunkelt oder wir surfen mit der Slide Gitarre Richtung Theke. Dort empfängt uns Kathryn Legendre mit Country Fiddle und Cosmicana Gitarren, dazu singt sie uns ein charmant lässiges "Going Crazy" ins Ohr. Yippie! Eleven Hundred Springs führen uns durch den "Arcadian Thruway" mit locker-flockigen Rhythmen, E-Gitarren-Licks flirten und tanzen mit der Fiddle bis zum Abwinken. Wem da nicht das Herz hüpft, der hat keins.  The Rhyolite Sounds "Setting Me Up" (im Original von den Dire Straits) fährt einen Gang runter, fette Orgelläufe, eine Reibeisenstimme und feurige Stromgitarren heizen die Stimmung dennoch an. Darci Carlson übernimmt den Groove, steigert wieder das Tempo und ist "Rat City Bound". Wie ein Derwisch fegt eine höllische Harp mit Darcis Twang-Stimme durch die schwitzenden, tanzenden Leiber. Ein einziges "Ramblin", furz-trocken mit Southern Rock Attitüde von Ole Whiskey Revival auf den oulaw dance floor gezockt. Dem stehen The Reeves Brothers mit Merle Haggards "C.C. Waterback" in nichts nach und bringen dem rauen Rock'n'Roll den Country Swing bei und schmeißen statt Whiskey ne Runde Tequila. Da bleibt Kristina Murray nichts anderes übrig als mit scheinbar gelangweilter Twang-Stimme von "Lovers & Liars" zu erzählen. Country-Rock, der knietief im Blues-Sumpf watet. Ted Russel Kamps  "Get Off the Grid" swingt mit E-Piano, die Akustikgitarre wird gepickt, Commander Cody and His Lost Planet Airmen lassen grüßen. Und was zum Teufel stellt Weldon Henson in den Raum? Country-Rock mit einem guten Schuss Cosmic American Music, bei dem das Tanzbein den Staub vom Boden wirbelt. Da lassen sich Croy And The Boys nicht lumpen und spielen im Spirit der Flying Burrito Brothers "(If I Knew What I Had to Give Up) I Never Would Have Fallen In Love". Wir lachen uns vor Spielfreude fast zu Tode und twisten uns den letzten Tropfen Schweiß aus dem Leib. Und dann: Die Auslaufrille knistert aus den Boxen. Die Party ist vorbei, die Tänzer erschöpft. Erstmal Whiskey predigen und Wasser trinken. Dann noch mal von vorne. Die Nadel in die Rille und weiter geht's! So lange bis wir "Whiskey Preachin Volume 2" in den Händen halten. Lass es krachen Reinhard und thank you for the music!

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