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Jerry Garcia & Merl Saunders: Garcia Live Vol. 12: January 23rd, 1973, The Boarding House - Hilfe
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Jerry Garcia & Merl Saunders - Garcia Live Vol. 12: January 23rd, 1973, The Boarding House

Cover von Garcia Live Vol. 12: January 23rd, 1973, The Boarding House
Jerry Garcia & Merl Saunders
Garcia Live Vol. 12: January 23rd, 1973, The Boarding House

Label Ato
Erstveröffentlichung 20.12.2019
Format 3-CD
Lieferzeit 2 – 3 Wochen
Preis 33,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

19er. Auch diese Serie nimmt kein Ende. Gut so! Besonders, wenn noch so erstaunliche unveröffentl. Konzerte wie dieses (Januar 1973 in einem Club in San Francisco) herauskommen! 16 Tracks auf über 3 Stunden (davon 11 zwischen 10 und 20 Min.) in damals gewohnter Besetzung mit Vitt und Kahn, v.a. aber mit Sängerin Sarah Fulcher, die sonst auf keiner Garcia-Veröffentlichung dabei ist (machte aber bei Wake Of The Flood und Mars Hotel mit, es gab zudem eine Solo-LP von ihr, feat. und produziert von Steve Cropper) und sich selbst „Jam-singer“ nannte in der Tat improvisiert sie hier sehr viel, lautmalerisch wie textlich, extrovertiert und emotional phrasierend, manchmal ein bischen in Richtung Janis Joplin (aber weniger variabel), mit verblüffend viel Freiraum (Lead-Vocals halbe/halbe mit Jerry, da sie aber zusätzlich oft Harmony/Duett/Backing singt, sogar mit etwas Überhang). Meine ziemlich begeisterte Frau meinte, „schwarz aber mit weißen Stimmbändern“ das trifft´s. Ebenfalls erstaunlich ist das Songmaterial: Gleich 4 der Stücke gibt es sonst nirgends von Garcia oder den Dead (The System, Honey Chile, Find A Rainbow, Go Climb A Mountain), weitere 8 nur selten bzw. 1x (u.a. Expressway To Your Heart, Money Honey, I Know It´s A Sin, The Night They Drove Old Dixie Down, I Was Made To Love Her, Lonely Avenue, Georgia On My Mind), es stammt von u.a. Jimmy Reed, Chuck Willis, Gamble/Huff, Holland/Dozier, Arthur Crudup, Smokey Robinson, Stevie Wonder, Doc Pomus (je 1x Dylan, The Band), also v.a. Blues/Soul/R´n´B-Leuten. Und das macht sich stark bemerkbar! Der Sound ist großteils stilistisch entsprechend ausgerichtet, meist sehr tough/down-to-earth, knapp zur Hälfte balladesk (und oft besonders langsam aber bodenständig, manchmal offen rootsig), ansonsten v.a. funky bzw. groovend (inkl. stark rockendem R´n´B), teils in ungewohnt hohem Tempo, mit relaxten Dead-mäßigen Jams hat er nur selten etwas zu tun (zumal speziell Fulcher auch gern ausgiebig singt). Jerrys Gitarre bekommt natürlich trotzdem viel Gelegenheit um zu brillieren, ob von dezenter Schärfe, hinreißend zart und wunderschön, herrlich gefühlvoll oder einfach enorm ausdrucksstark. Saunders hat ebenfalls ein paar Solo-Features (oder glänzt in tollen Konversationen mit der Gitarre, z.B. statt Orgel mit (Wah-Wah-) E-Piano). Ich bin lange darüber hinaus, alles von ihm oder den Dead zu sammeln, aber das hier… muß sein! Schon, weil es „anders“ ist. (dvd)

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