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Magpie Salute: High Water II - Hilfe
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Magpie Salute - High Water II

Cover von High Water II
Magpie Salute
High Water II

Label Provogue
Erstveröffentlichung 18.10.2019
Format CD
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 15,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

War schon der erste Teil des 2018er Albums ein wahres Geschenk an den bodenständigen, Gitarren-verliebten Freund des Southern-Roots-Jam-Rocks, so wird das Bruderalbum bei wiederholtem Hören zu einer echten Offenbarung. Denn kaum ein anderes Album hat sich in den vergangenen Monaten derart hartnäckig in mein CD-Abspielgerät verbissen, und selten hörte ich ein Roots Rock-Album, dem der Dauergenuss derart gut tut. Dabei stößt die wurzel-saftige, durchweg von beeindruckender Instrumental-Beherrschung gesättigte, von vielerlei Gitarrenklang und packender Keyboard-Kunst gleichermaßen geprägte, mitunter deftig harte Southern-Mischung bereits bei erster Begegnung auf offene Ohren und Arme, trifft die Mannschaft um Rich Robinson doch exakt den groove-satten, packenden, riff-reifen Rock-Ton, den man seit seligen Black Crowes-Tagen so sehnlichst vermisst. Mehr noch als die auf mehreren Ebenen verwandte Brotherhood aber zelebrieren Magpie Salute die Macht des Songs, bei aller Liebe zum ausgelassen-ausufernden, mitreißend-musikbeseelten Spiel, zu scheinbar völlig losgelöst treibenden, herrlich inspirierten Instrumental-Passagen gerät der Song-Kern nie aus dem fieberndem Fokus, woran nicht zuletzt der großartige Shouter John Hogg mit seiner zeitlosen Rock-Stimme zwischen jungem Rod Stewart und reifem Steven Tyler, Steve Marriott und Robert Plant einen großen Anteil hat. Nahezu mühelos wandelt die prächtig eingespielte Band durch die Vielfalt der wurzelgetragenen Rock-Stile, zitiert klavierbetont Little Feat, verneigt sich vor Neil Young's Country Rock und lebt die gitarrengleißende Allman Brothers-Energie, feiert den Folk-Blues und kokettiert mit klaren Kinks-Akkorden, packt mit Stones-Riffs, gemahnt an Neal Casal's Song-Seligkeit und suhlt in schleppender Led Zeppelin-Härte. Obwohl zu gleicher Zeit entstanden wie High Water I ist die No. 2 nicht nur ein völlig eigenständiges Werk geworden, es ist der reifere, spürbar erwachsen gewordene Album-Bruder, dessen Songs die Zeiten womöglich noch besser überdauern werden. (cpa)

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