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Vulgar Boatmen: You And Your Sister (rem.) - Hilfe
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Vulgar Boatmen - You And Your Sister (rem.)

Cover von You And Your Sister (rem.)
Vulgar Boatmen
You And Your Sister (rem.)

Label Play Loud!
Erstveröffentlichung 16.07.2018
Format LP
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 23,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Großartige Idee, das schmale Gesamtwerk der fast völlig vergessenen Vulgar Boatmen als subtil geremixte und remasterte Vinyl-Versionen wiederzuveröffentlichen. Das ambitionierte Berliner Play Loud!-Label hat es gemacht jetzt sind die drei klassischen Alben wieder erhältlich. Wer sich nicht mehr erinnert: die Band aus Gainesville, Florida spielte in den späten 80ern den allerschönsten, unprätentiösesten, rootsigen Americana-Pop. Ähnlich gut waren seinerzeit nur noch die Silos, deren Walter Salas-Humara auf diesem 1984er Debütalbum auch als Produzent und Gastmusiker (wie auch Bob Rupe) mitmischt. Getragen wird die Band von Robert Ray und Dale Lawrence, beide Hauptsongwriter und Sänger, Ray ist nebenbei auch noch Hochschullehrer für Filmwissenschaft. Der Sound ist bis heute kein bisschen gealtert. Überwiegend hören wir eine kompakte Band mit zwei Gitarren, meistens eine akustisch und eine elektrisch. Der Gesang teils zweistimmig und immer angenehm jugendlich. Die Songs sind konsequent übersichtlich gestaltet und basieren vage auf Vorbildern wie Velvet Underground, Big Star, Buddy Holly, Everly Brothers und Modern Lovers. In dynamischen Momenten wie dem tollen Opener „Mary Chain“ ist das auch mal blanker Powerpop, überwiegend aber eher laidback und gerne milde melancholisch. Die Songs sind unwiderstehlich eingängig, da von konsequent klassischer Struktur mit unaufdringlicher Verwurzelung im Folk. Hier wird nichts neuerfunden, das Gute aber konsequent verfeinert. So entstehen meisterliche Kompositionen wie das sechsminütige „Drive Somewhere“, dessen luftiger Drive tatsächlich an die schönsten Momente der Feelies erinnert. Grandiose Wiederentdeckung nach bald 30 Jahren, auch wegen der liebevollen Linernotes des US-Rock-Journalisten Bill Wyman. (Joe Whirlypop)

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