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Lord Huron: Vide Noir - Hilfe
hilfe

Lord Huron - Vide Noir

Cover von Vide Noir
Lord Huron
Vide Noir

Label Republic
Erstveröffentlichung 20.04.2018
Format 2-LP
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 29,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Drittes Album der Band aus Los Angeles. Lord Huron hatte ich bislang nicht auf dem Schirm, nur so eine weitere Ami-Indie-Folkband, dachte ich zunächst. Die Truppe um Mastermind Ben Schreiber hat aber deutlich mehr zu bieten. Denn vieles erinnert mich hier an die wunderbaren Decemberists. Der Sound ist rootsverbunden, hat aber auch eine beachtliche Pop-Grandezza, mit viel Gefühl für durchaus großspurige Inszenierungen. Mit beachtlicher Instrumentenvielfalt (von Flöte bis Pedal Steel) und durchgehend ausgefeilten Vocal-Arrangements. Das klingt sehr amerikanisch, mit Wurzeln im Traditionellen, der großen weiten Rockwelt aber durchaus zugetan. Nicht anbiedernd, sondern mit Gespür für wirklich große Song-Ideen und deren angemessene Umsetzung. Dementsprechend fällt die Produktion hier ganz schön aufwändig, aber immer funktional aus. Raumgreifend und kristallklar, mal mit ambientösem Hall, mal mit satter Distortion-Gitarre und Postpunk-Power, Sitar und Mellotron, Harfe und Handclaps. Es gibt Anklänge an Americana-Bands wie Calexico, aber auch mehrfach schnellen Beinahe-Punkrock, was mich an die 80er L.A.-Band X erinnert. Aber auch kleine psychedelische Momente zur Entlastung, das Ganze aber in sich stimmig und durchgehend mit großen Songs und Melodien gesegnet. Schneiders klarer Gesang erinnert mich an Chris Isaac und Joey Burns, die Vielfalt und Komplexität mit beachtlichem kommerziellem Potential geht meiner Meinung nach aber eben deutlich in Richtung Decemberists. Lord Huron werden noch groß, wage ich zu prophezeien. (Joe Whirlypop)

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