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Neil Young + Promise Of The Real: Paradox - Hilfe
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Neil Young + Promise Of The Real - Paradox

Cover von Paradox
Neil Young + Promise Of The Real
Paradox

Label Reprise
Erstveröffentlichung 13.04.2018
Format 2-LP
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 39,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Der Film (von Freundin Daryl Hannah) soll ja nicht so dolle sein, halten wir uns also an die Musik. Eingespielt v.a. mit Promise Of The Real, teils auch Jim Keltner u.a., oder gar ganz solo, neues Material und ein paar alte Songs, manchmal live, sonst live im Studio ohne Overdubs. Zu Anfang erzählt Willie Nelson begleitet von Neils (z.T. Drone-)Gitarre, aber nur sehr kurz - über das ganze Album verstreut gibt es eine Reihe knappe Intermezzi: 6 (auch mal ein bischen längere) „Paradox“ benannte Solo-Gitarren-Klanggemälde in „Dead Man“-Manier, teils akustisch ergänzt, alten Folk-Traditionen verhaftet; der alte Klassiker Baby What You Want Me To Do als sachter Folk-Blues; ein weiteres Instrumental im akustischen old-timey-Folk-Stil; der Turtles-Gassenhauer Happy Together als loser Fun-Folk am Lagerfeuer. Hinzu kommen 2 rohe verzerrte Instrumentals, in einem Fall noisig, im anderen mit bluesigem Harmonica-Kontrast; mehr schöner ländlicher akustisch-spartanischer Trad-Folk alter Zeiten bzw. Folk Blues wie in den 30ern (ein Leadbelly-Cover), jeweils von den Willie Nelson-Söhnen gesanglich (gut!) unterstützt; und es gibt 2 Stücke vom „Peace Trail“-Album, Folk-Rock, der Titeltrack (als akust.-elektr. Remake, exzellent, gefällt mir besser als das Original, und das war schon fein jetzt organischer irgendwie) und Show Me (ein Edit von der LP)., sowie ein verlängertes Wiederhören mit dem bezaubernden zarten Tumbleweed von „Storytone“. Schließlich die Highlights, und die haben es in sich: Pocahontas live solo mit dunkler Pump Organ in diesem extrem atmosphärischen beinahe düster-erhabenem Kontext sehr besonders, klasse! Cowgirls In The Sand live 10 Min. als feinste „klassische“ (Crazy Horse-) epische Gitarrenschlacht (aber angenehm federnd), rein instrumental, jubilierend-elegisch-fliegend. Ein von einem seiner Söhne wunderbar gesungenes Willie Nelson-Cover als leiser filigraner betörend schöner Americana-Song (tolle Akustikgitarre!). Besagtes „Peace Trail“ würde ich auch zu den Höhepunkten zählen. Braucht man das? Wegen der 4 letztgenannten Stücke schon, finde ich, aber das muß natürlich jeder für sich entscheiden… (dvd)

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