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Shannon McNally: Black Irish - Hilfe
hilfe

Shannon McNally - Black Irish

Cover von Black Irish
Shannon McNally
Black Irish

Label Compass
Erstveröffentlichung 22.09.2017
Format CD
Lieferzeit 1 – 3 Werktage
Preis 14,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Seit ihren ersten Auftritten zu Beginn der 2000er ist es wahrlich nicht die Gewohnheit der amerikanischen Singer-Song-Rockerin gewesen, regelmäßig oder gar viel zu veröffentlichen, jetzt, nach vier langen, von privaten und persönlichen Schicksalen gezeichneten Jahren, kehrt sie wie ein prächtiger Phönix aus der Americana-Asche mit einem in jeglicher Hinsicht beeindruckenden Meisterwerk zurück. Die mit allen Roots-Wassern gewaschene Alternative Country-Artistin mit der schneidend-markanten Stimme in der magischen Mitte des köstlichen Quadrats Shelby, Shawn, Shania und Sheryl bewies schon früh ihr Faible für Jam- und Blues-Rock-Freiheiten, bevor sie sich tief an die Country-Wurzeln vorarbeitete, ihre zahllosen musikalischen Weggefährten von John Hiatt über Dr. John und Charlie Sexton bis hin zu Neal Casal mögen als Beispiel für ihr grenzenloses Genre-Verständnis stehen. Ihre ganze geniale Stil-Vielfalt aber spielt sie mit diesem deftigen Dutzend unter der prägenden Produktion von Rodney Crowell entstandenen Songs aus, bei denen nicht nur die bemerkenswerte Auswahl (Eigen- und Co-Kompositionen mit Crowell, Gary Burnside und Cary Hudson stehen gleichwertig neben handverlesenen Interpretation von J.J. Cale-, Muddy Waters-, Stevie Wonder- (!), Guy Clark-, Beth Nielsen Chapman-, Emmylou Harris- und The Band-Originalen) sondern vor allem die - nicht nur vokal variantenreiche Darbietung für unendlichen Dauerhör-Genuss sorgen. Unter der meisterlichen Begleitung von Crowell, Colin Linden, Audley Freed, Cody Dickinson, Tim Lauer, Elizabeth Cook, Emmylou Harris & Beth Nielsen-Chapman bietet sich hier der komplette Alternative Country-Kosmos in seiner ganzen Ausdehnung, und während das instrumental meisterlich bestellte Feld mit bereicherndem Tasten-Beiwerk spielt, in erster Linie aber mit der stählernen Kraft sämtlicher Saitenspielarten twangt, slidet und steelt, führt uns die alles beherrschende Stimme mal schneidend, mal schmeichelnd durch die ganze weite Wurzelwelt zwischen berührend-intimer Akustik-Ballade und saftigstem Roots-Rock, auf ihrem Weg dabei mal leichtfüßig, mal schwermütig Soul und Gospel streifend, Honky Tonk und Rock'n'Roll feiernd, West Coast- und Country-Rock zelebrierend, vor allem immer wieder dem Swamp, Blues und Boogie frönend. Mit Black Irish schwingt sich die einstige Prinzessin auf, erfolgreich den Thron der Alternative Country-Königin einzunehmen. (cpa)

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