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Grateful Dead: Broadcast Collection 1976-1980 - Hilfe
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Grateful Dead - Broadcast Collection 1976-1980

Cover von Broadcast Collection 1976-1980
Grateful Dead
Broadcast Collection 1976-1980

Label Sound Stage
Erstveröffentlichung 21.04.2017
Format 12-CD
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 39,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Und noch ´ne Box (auf Soundstage, also semi-offiziell). Zunächst 3 Konzerte von 1976. Music Hall Boston 12.6.: Über 3 Stunden, Sound ist gut (außer The Wheel), ungewöhnlich viele Balladen (9) und die sorgen auch für die meisten Highlights: Wunderschöne Versionen von Mission In The Rain (vielleicht die beste überhaupt, spielten die Dead, anders als Garcia, extrem selten), Looks Like Rain, High Time (lang!), Comes A Time, ein grandioses becircendes Friend Of The Devil und ebenso gutes (ebenfalls langes) Wharf Rat (z.T. wie in Zeitlupe bzw. Trance, sehr deep!). Außerdem absolut toll: Supplication (federnd, feinsinnig, filigran und imaginativ, leicht jazzig), Let It Grow (extrem anregend, komplex-quirlig wie diffizil), US Blues (sehr tough, pure Lebensfreude) und Dancin In The Street (reiner rasanter Funk, später Jazzakkorde reingeworfen macht total Spaß!). Insgesamt ein super Konzert, abgerundet von ein paar Rock´n´Rollern. Dann Chicago 29.6., 2 ¼ Std., Sound top! Auch hier bestechen Mission In The Rain (so ausdrucksvoll, gitarristisch klasse) und Looks Like Rain (anrührend!) sowie weitere Balladen (Candyman! Fast träumerisch. Peggy-O. Row Jimmy, ganz großartig!). Aber auch wieder Supplication, zudem 19 Min. Playin In The Band (großteils brillant, feinsinnig bis abgedreht, etwas jazzy-trippy, schnell) und ein von verzögertem Saint Stephen umrahmtes Not Fade Away (feinst verzahnt, partiell hypnotisch). 1976 Nr. 3 (Orpheum Theatre San Francisco 18.7.) schließlich ist UNVERZICHTBAR, ÜBERWÄLTIGEND. Eins ihrer besten Konzerte ever. Näheres auf unserer Website unter “San Francisco 1976“ (3-CD-Set, z.Zt. nicht lieferbar), hatte ich letztes Jahr schon bejubelt. Garcia und der Gesang aller in hinreißender Bestform, Höhepunkte ohne Ende, eine unfaßbare Stella Blue-Version (beste ever)… Weit über 3 fantastische Stunden. Auftritt 4 ist von 1978 (Passaic New Jersey 24.11., knapp 3 Std.): Ein sehr offensiver Mix/tougher Power-Sound, oft sehr direkt bzw. rockig, Drums und Piano betonter als üblich, Vocals z.T. ein wenig weiter hinten (auch, weil Jerry Grippe hatte), teils sogar Gitarren etwas runtergemixt schon anders als sonst, extrem präsent, dadurch bekommen diverse Stücke eine andere Charakteristik, manchmal einen besonderen Reiz, trotz Gewöhnungsbedürftigkeit. Besonders Sugaree kommt klasse, auch Loser, ein ausnehmend inspiriertes phasenweise geradezu zartes Estimated Prophet (13 Min.) und ein Solo-Gast-Track vom Ägypter Hamza E-Din (Percussion/Vocals, ruhig, Trance-haft) mündet im sachten abgespeckten aber ziemlich faszinierenden Fire On The Mountain. Die letzte CD (76 Min., Oakland 13.1.80) wurde bei einem Benefit aufgenommen (deshalb nur 1 Set, 3 Stücke fehlen nicht die besten), meist mit Orgel statt Piano, Sound ist nicht gerade der vollste/eher flach, etwas Rauschen (geht aber noch). Highlights: Wieder Looks Like Rain, und Playin In The Band (energetisch, energisch, Tempo, zugleich leichtfüßig, flüssig und leichter Jazzeinfluß, mit Drums und Not Fade Away auf 32 Min. erweitert, im letzten Drittel gastieren Carlos Santana und John Cippolina; die auch bei Sugar Magnolia dabei sind).
Noch ein Wort zum immer noch umstrittenen Gesang von Donna Godchaux: Der kommt großteils gut, auch mal weiter vorne oder kurzzeitig sogar Lead, oder ganz solo (From The Heart Of Me). (dvd)

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