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Roky Erickson: All That May Do My Rhyme - Hilfe
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Roky Erickson - All That May Do My Rhyme

Cover von All That May Do My Rhyme
Roky Erickson
All That May Do My Rhyme

Label Play Loud!
Erstveröffentlichung 10.03.2017
Format LP
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 24,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

17er Reissue eines ziemlich raren ´95er LP, damals ein Comeback nach langer Pause ein auch stilistisch überraschendes! Mit 13th Floor Elevators hat das kaum etwas zu tun, seine Stimme klingt nicht so exaltiert wie üblich, die „manische“ Note fehlt. Entsprechend die Musik: Oft erstaunlich relaxt und locker, gern paart sich die elektrische mit einer Akustik-Gitarre; v.a. melodischer Folk/Roots Rock, mal verblüffend nah an gewissen Dylan-Sachen, mal ein bischen wie luftigere REM meets Tom Petty (inkl. leichten College-Pop-Anleihen), mal ein Hauch Byrds, oder auch mit dezentem Druck und etwas 60s-Flair und 2x intensiver, dringlicher, in Richtung 70s- bis 60s-Guitar Rock, u.a. ein R´n´B-beeinflußter entfernt an rohe Stones erinnernder Track. Und ein Buddy Holly-Einfluß ist unverkennbar! Sein Klassiker Don´t Slander Me besitzt gar ein 50s-Rock´n´Roll-Feeling. Feat.Charlie Sexton, + ein paar Stücke aus remixten Mitt-80er-Sessions. (dvd)

Frisch entdeckt: das Berliner Label Play Loud! veröffentlicht Filme (u.a. die Monks-Doku „The Transatlantic Feedback“) und Musik (das überragende neue Locust Fudge-Comeback), im Backkatalog finden sich aber auch Perlen wie dieser bereits letztes Jahr veröffentlichte Reissue von Roky Ericksons einst 1995 erschienenem Album. Den legendären Typen von 13th Floor Elevators hatte ich mit seinem erratischen Soloschaffen (er litt bekanntlich an Schizophrenie) eigentlich längst abgehakt. Hier präsentiert sich Roky aber erfreulich aufgeräumt und hat auch die richtigen Musiker um sich geschart. Die Aufnahmen stammen aus den Jahren 1984/85 und 1993/94, sind sauber produziert und versprühen dank durchgehender Akustikgitarre einen luftigen Laidback-Folk-Vibe, zu dem Rokys markant knarzige Stimme dann auch erstaunlich gut passt. Meistens klingt es hier richtig rootsig, spätestens wenn Gaststar Lou Ann Barton mit dem Meister „Starry Eyes“ singt. Vibe und Songs erinnern mich auch angenehm an Nikki Sudden, lediglich das klassische „Don't Slander Me“ rockt etwas härter, allerdings nicht psychedelisch, sondern eher in einem knochentrockenen Oldschool-Rock'n'Roll-Modus mit edler Twanggitarre. Als Gäste sind u.a. Charlie Sexton (Bob Dylans Gitarrist) und Paul Leary (Butthole Surfers) dabei. „Recorded in Texas by Texans”. (Joe Whirlypop)

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