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Grateful Dead: San Francisco 1976 - Hilfe
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Grateful Dead - San Francisco 1976

Cover von San Francisco 1976
Grateful Dead
San Francisco 1976

Label Leftfield
Erstveröffentlichung 22.07.2016
Format 3-CD
Leider nicht verfügbar.
Rezension

Ich will ja nicht ständig Superlative aufrufen, aber… hier ist nach dem fantastischen ´78er Red Rocks-Konzert kürzlich ein weiteres großes Highlight ihrer Karriere (semi-offiziell, Sound ok)! Besonders das 2. Set der weit über 3 Stunden ist berühmt unter Deadheads. Aber schon Set 1 bietet eine Reihe absolut bestechender Highlights, neben einigen bodenständig-relaxten bis relativ toughen Stücken (u.a. die bluesigen Samson & Delilah und, selten gespielt, Might As Well, Cassidy, ein faszinierend langsames Tennessee Jed) begeistern v.a. diverse völlig laid back und wundervoll gespielte traumhaft poetische und/oder sanfte Songs (Jimmy Row mit irrwitzig schönem Slide-Solo! Loser! Scarlet Begonia, herrlich verspielt-filigran-imaginativ-federleicht in der 2. Hälfte, grandios! Looks Like Rain, die pure feinfühlige leichtfüßige Schönheit! Candyman, Jerry wahrhaft hinreißend, ungeheuer grazil und lyrisch!), einige davon verblüffend langsam (was toll kommt). Gerade diese Spielweise wird im 2. Set (das einen phänomenalen Flow entwickelt, bis auf 2 Zugaben non-stop) noch gesteigert, ab und zu ungewöhnlich jazzig, ganz außerordentlich feinsinnig, graziös, seelenvoll, feinst gesponnen, beinahe ätherisch zuweilen. Immer wieder mit ebensolchem Gitarrenspiel. Es hagelt Höhepunkte: Der Beginn (Lazy Lightning) anfangs noch relativ kernig, dann erhebend feingliedrig federnd, was sich bei Let It Grow fortsetzt (teils ganz leise, Jerry geradezu magisch!), es folgt ein überwältigendes ungewohnt langes Wharf Rat (z.T. ganz sanft, kontemplativ, berückend schön!), ein fabelhaftes St. Stephen (sehr druggy oft!) und eine bezaubernde The Wheel-Fassung (beide eingefaßt von The Other One), um in DER definitiven unfaßbaren Version von Stella Blue zu münden: 11 Min. berauschende, glücklich machende, ergreifende Zartheit. Himmlisch! Sogar das abschließende Johnny B. Goode klingt gut! Großes Plus des Auftritts übrigens, neben einem Garcia in Bestform, der Gesang – von allen! Jerry beseelt und gefühlvoll wie selten, sogar Donna Godchaux (viel Harmony Vocals, teils sehr punktuell) überzeugt fast komplett! Für mich ein definitives Muß. Ach ja: Orpheum Theater, 18.7.76. (dvd)

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