Linda Ronstadt: Just One Look: Classic Linda Ronstadt - Hilfe
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Linda Ronstadt - Just One Look: Classic Linda Ronstadt

Cover von Just One Look: Classic Linda Ronstadt
Linda Ronstadt
Just One Look: Classic Linda Ronstadt

Label Rhino
Erstveröffentlichung 21.08.2015
Format 2-CD
Lieferzeit 1 – 8 Werktage
Preis 16,95 € (inkl. MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Neuerlich remasterte, in einen schmucken sechsseitigen Digipak gekleidete, zudem ebenso zielsicher wie geschmackvoll zusammengestellte 2015er 30-Track-Sammlung aus 26 Linda-Jahren, auf Rhino. Wohlweislich konzentriert sich die Erfolg-reiche Compilation dabei vor allem auf die 70er Jahre, lässt in der Kollektion aus elf Studioalben aus der Zeit von 1967 bis 1993 aber auch die Spätwerke nicht unbeachtet (allein vier Songs vom 93er Winter Light-Album). Ansonsten prall gefüllt mit Ronstadt-Ohrwürmern (und –Duetten) wie Different Drum (noch als Stone Poneys), Desperado, Willing, I Can’t Help It (mit Emmylou Harris), You’re No Good, Tracks Of My Tears, Crazy, Blue Bayou, Poor Poor Pitiful Me, It’s So Easy, Tumbling Dice, I Never Will Marry (mit Dolly Parton), Just One Look, Hurt So Bad, Get Closer, Sometimes You Just Can’t Win (mit JD Souther), Tell Him, Don’t Know Much (mit Aaron Neville), A River For Him und Anyone Who Had A Heart.
30-Song-Werkschau auf Rhino, alles frisch remastert, leider etwas spartanisch ausgestattet. Die an Parkinson erkrankte Sängerin hat sich in den letzten Jahren leider komplett aus dem Musik-Business zurückgezogen, ihre Karriere bleibt aber ein leuchtendes Beispiel für das klassische All-American-Girl, stilistisch flexibel von ihren Roots in der Country Music bis hin zum chartsverwöhnten Mainstream. Ihr kristallklares, durchdringendes, countrygeschultes Tremolo ist sicher eine der charismatischsten Stimmen der 70er, und auch als Background- und Harmony-Sängerin war sie eine echte Größe, nicht nur beim wunderbaren Country-Trio mit Dolly Parton und Emmylou Harris, von dem wir hier aber nichts hören. Dafür aber zwei ebenso schöne Duette mit Aaron Neville, wobei mir vor allem die Edelschnulze „Don’t Know Much“ bis heute sehr ans Herz geht. Ansonsten zeigt sich auf dieser Compilation, dass Linda Ronstadt zwar auch in den 80ern sehr erfolgreich war, künstlerisch stammen die Highlights aber ansonsten aus den 70ern. Angefangen mit den frühen Country-Hits mit den Stone Poneys („Different Drum“ von Mike Nesmith, auch so ein Song für die Ewigkeit) und Eagles („Desperado“), hatte sie vor allem mit geschmackvoll ausgewählten Coversongs aus dem Country-, Roots- und Soul-Bereich Erfolg: „Willing“ von Little Feat, „I Can’t Help It“ von Hank Williams, „Tracks Of My Tears“ von Smokey Robinson, „Heatwave“ von Martha & The Vandellas, „Crazy“ von Willie Nelson, „Blue Bayou“ von Roy Orbison oder „Tumbling Dice“ von den Stones. Ihr bester Song darf natürlich auch nicht fehlen: „You’re No Good“ war 1974 zu Recht auch ihr größter Hit. (Joe Whirlypop)