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Giant Sand: Heartbreak Pass - Hilfe
hilfe

Giant Sand - Heartbreak Pass

Cover von Heartbreak Pass
Giant Sand
Heartbreak Pass

Label New West
Erstveröffentlichung 08.05.2015
Format 2-LP
Lieferzeit 1 – 8 Werktage
Preis 21,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Wie viele Alben Howe Gelb im Laufe seiner mittlerweile 30 Jahre währenden Karriere als Recording Artist aufgenommen hat, wird er wohl selbst kaum wissen. Jetzt liefert er ein neues Opus mit Giant Sand ab, nach wechselhafter Besetzungshistorie diesmal u.a. mit der langjährigen Weggefährtin Paula Jean Brown, PJ Harvey-Kollaborateur John Parish, Steve Shelley (Sonic Youth), Grant-Lee Phillips und Jason Lytle von Grandaddy. Auch wieder dabei ist Winston Watson, Giant Sand-Drummer der Erstbesetzung, der bis heute regelmäßig mit Bob Dylan unterwegs ist. Nach seiner Country Rock-Oper „Tucson“ kommt „Heartbreak Pass“ wieder gut geerdet und ziemlich unprätentiös daher: es klingt überwiegend nach dem von Gelb ja selbst über Jahrzehnte etablierten Arizona-Wüsten-Sound, gewohnt verspielt und ornamental aufgehübscht, trotzdem aber meistens Down-To-Earth, auch wenn in ganz kurzen Momenten immer mal wieder der Eugene Chadbourne (oder gar Thelonious Monk) mit ihm durchgeht. Dank seiner tatsächlich immer besser (mächtiger, sonorer) werdenden Crooner-Stimme erhalten die diesmal keineswegs unfertigen Songs diese typische Giant Sand-Grandezza. Die berüchtigten bis gefürchteten Spirenzchen bleiben randständig, das Songwriting ist erfreulich bodenständig, der Vibe gewohnt laidback. Die Instrumentierung geht in Richtung Roots und Country, mit reichlich Slide und Dobro, zu denen – tatsächlich subtile – Electronics/Keyboards und ganz selten auch mal harsche Stromgitarrenakkorde eine erstaunlich homogene Ergänzung bilden. Und gegen Ende wird es auch mal wieder etwas latenightjazzig. Wobei die besten Songs eben wieder die staubig-konservativen Wüsten- bis Countryrock-Nummern sind, die er bis heute scheinbar locker aus dem Ärmel schüttelt. Ganz ehrlich: für mich unterscheiden sich die Alben von Giant Sand ja nur minimal voneinander, das Gute dabei ist aber, dass sie alle auf spannende Weise interessant sind. Produziert hat der Meister selbst, wobei die musikalischen Gelb-Weggefährtinnen KT Tunstall und Sylvie Simmons als Koproduzenten gelistet werden. (Joe Whirlypop)

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