Bela Fleck: Rhapsody In Blue (PRE-ORDER! vö:05.07.) - Hilfe
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Bela Fleck - Rhapsody In Blue (PRE-ORDER! vö:05.07.)

Cover von Rhapsody In Blue (PRE-ORDER! vö:05.07.)
Bela Fleck
Rhapsody In Blue (PRE-ORDER! vö:05.07.)

Label Thirty Tigers
Erstveröffentlichung 05.07.2024
Format LP
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 26,95 € (inkl. MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Exakt zum 100-jährigen Jubiläum des Mega-Klassikers von George Gershwin bringt der Banjo-Meister Nr. 1 seine ganz eigenen Vorstellungen und Interpretationen der berühmten Komposition raus.

Zum einen (in 12-minütiger Fassung) mit seiner bestechenden Bluegrass Heart Band, die klassische Bluegrass-Besetzung von Mandoline, Banjo, Gitarre, Bass und Fiddle um eine Dobro zum Sextett erweitert (u.a. mit Sierra Hull und Bryan Sutton). Nicht überraschend sprengt er die stilistischen Grenzen/Ketten sowohl der Vorlage als auch des traditionellen Bluegrass bei weitem (nur nicht in der Instrumentierung, was den Bluegrass betrifft), die Band spielt in höchstem Maße virtuos-musikdienlich, extrem vielschichtig und variabel, voller Dynamik, Gefühl, filigraner Delikatesse, Wendungen, enormer Kontraste. Kunstvoll im Exzess, gleichzeitig natürlich ob der Vorlage melodisch unerhört reich. Purer Genuss!

Version 2, 19 Minuten lang: Die Orchesterfassung mit dem Virginia Symphony Orchestra (nur: Das Piano wird von Flecks Banjo ersetzt!). Naja, das Orchester agiert ohne Fehl und Tadel, soweit ich das beurteilen kann, sehr lebendig, alles bestens, alles stimmig, auch Flecks „Piano-Ersatz“ (sein Spiel ist sowieso auch hier glänzend). Der richtige Mehrwert des Experiments will sich mir trotzdem nicht ganz erschließen. Wer dieses Großwerk des 20. Jahrhunderts noch nicht in der ein oder anderen Fassung in seinem Besitz hat und Interesse daran hat, wird hier freilich gut bedient, finde ich.

Version 3 (kürzer als die anderen) destilliert das Stück praktisch, beinhaltet eine Quartett-Besetzung aus Mandoline, Dobro, Banjo und Bass (neben Fleck Sam Bush, Jerry Douglas und Victor Wooten, vom Allerfeinsten also) und belehnt Country Blues, geht sicherlich am freiesten mit der Vorlage um (wie auch mit dem Genre Country Blues). Bodenständig in der Essenz, grandios in der Spielweise, begeisternd (mich jedenfalls) im Ergebnis!! Als Bonus gibt´s 2 schöne Solonummern (ebenfalls von Gershwin) nur mit Banjo, beide Ragtime-angelehnt (harmonisch jedoch weiter gefasst), zum einen Rialto Ripples von 1916, zum anderen ein fast unbekanntes erst sehr spät gefundenes speziell für Banjo geschriebenes Stück (Unidentified Piece For Banjo). Beides gelungen, wenn auch nur Beiwerk.

Klar, das Album ist ziemlich speziell, aber eine satte Empfehlung! (detlev von duhn)

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