Ezra Collective: Where I'm Meant To Be - Hilfe
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Ezra Collective - Where I'm Meant To Be

Cover von Where I'm Meant To Be
Ezra Collective
Where I'm Meant To Be

Label Partisan Records
Erstveröffentlichung 04.11.2022
Format CD
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 15,95 € (inkl. MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

22er, aus London, ihre 2. LP, teilweise gepriesen in höchsten Tönen, ein 68 Minuten dauerndes keine Sekunde zu langes Werk. Vielfältige Einflüsse, das verbindende Element lautet: GROOVE. Rhythmische packende Grandezza. Oft dominierend, in fast jedem Stück anders. Aber auch feine Melodien. Omnipräsente Bläser (Trompete und Sax), E-Piano bzw. Keyboards, Orgel oder akust. Piano, wenig Gitarre. And it goes like this: Modifizierter exquisiter Afrobeat + verquer gestaltete ältere Jazz-Rhythmik + Raps, die die Beats weitertreiben. Rhythmisch Hip Hop-affin (ohne dort stehen zu bleiben), instrumental massiv Jazz-lastig, etwas Latin, die Stimmung dezent mondän bis leicht melancholisch. Intelligente mitreißende Afro-Kuba-Beats treffen auf superbe Trompeten- und Piano-Features (die wiederum Jazz und Kuba verbinden). Eine schlüssige zündende Mixtur aus etwas modernerem Reggae, Afrika und Jazz (samt bestechendem Sax-Solo). Ein ganz ganz starker traditionell-zeitgenössischer schwer klassifizierbarer vielschichtiger Groove wird effektvoll von Spannung aufbauenden Breaks/Pausen konterkariert, repetitive punktierende und solierende (nur z.T. jazzige) Bläser veredeln, hinzu gesellen sich Top-Raps. Zeitgemäße Club-Grooves treffen auf Jazz der 70s mit viel Atmosphäre und Funk/Disco-Elemente. Großartiger Hypnose-(Groove-)Jazz wird zu Latin Jazz mit 70s-Touch in rhythmisch modifiziert rasendes Tempo! Eine Art groovender Soul Jazz in zeitlos-modern. Fortentwickelter toller Afrobeat mischt sich mit massiv rhythmisch konnotierten wie melodisch prägenden glänzenden Bläsern (Jazz nur in den Soli) eine zum Teil feinst punktierte gloriose Rhythmik! Dub Reggae mit führendem edlem Sax. Groove Jazz von heute in klasse mit spirituellem Background, Überraschungen und 60s-Einfluß im Piano-Spiel. Und mein Lieblingsstück, das die zwischen den (schwarzen) Stühlen agierende Sängerin Emeli Sande großartig dominiert, emotional packend und eigen, zunächst eingebettet in avancierten Latin Jazz, der sich zu zeitgenössischer brillanter Groove-Musik wandelt (und Jazz brodelt währenddessen phasenweise auch hier unter der Oberfläche). Außerordentlich, eine klare Empfehlung! (detlev von duhn)