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Nduduzo Makhathini: Modes Of Communication Letters From The Underworlds - Hilfe
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Nduduzo Makhathini - Modes Of Communication Letters From The Underworlds

Cover von Modes Of Communication Letters From The Underworlds
Nduduzo Makhathini
Modes Of Communication Letters From The Underworlds

Label Blue Note
Erstveröffentlichung 29.05.2020
Format CD
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 17,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

20er auf Blue Note, ein exquisiter Pianist, der, sagt er selbst, von McCoy Tyner beeinflußt ist (überaus deutlich!), neben Randy Weston, Andrew Hill. Aus Südafrika, was nur (abgesehen sporadisch von Sax-Linien) bei 3 Gesangs-Stücken (samt Melodik) hörbar ist. Wie z.B. im Opener, der (wie 1 weiterer Track, ohne Vocals) beglückenden spirituellen Jazz in 60s-Tradition zelebriert samt Coltrane-Einfluß (ohne direkt so zu klingen), fast gemächlich im Tempo, agil im Spiel. Mehrfach weiß auch zum einen feinfühlig-feinziselierter später (oder gleich) verdichteter elastischer Post Bop in freigeistiger Form zu begeistern, als mehr zeitgenössische 60s-Fortführung mit ebenso spirituellem Einschlag und z.T. toller völlig vereinnahmender Melodik (eher Richtung 1. Hälfte 70er), wahlweise in hymnische Höhen strebend; sowie 2 ganz direkt stark an Coltrane gemahnende Stücke (1x a la 1962/63, sehr poetisch, friedvoll; 1x kurz vor dessen Free-Phase, recht quirlig, großartiges Piano, wie so oft hier). Ansonsten: Eine Puls-unterlegte (im Prinzip aber getragene) herrliche beinahe feierliche Hymne (in Tradition gewisser Ayler-Stücke). Was auch für das ausgedehntere Intro des längsten (grandiosen!) Tracks gilt (parallel mit Coltrane-Parallelen ca. 1966), gefolgt von flexibler locker tanzender komplex-Groove-artiger Rhythmik und ganz wundervollen vielschichtigen und interaktiven Bläser-Arrangements (irgendwie teils call-response-mäßig), ein Fluß der mit der Zeit hypnotische Wirkung entfaltet. Eine Ballade (mit Sängerin, ohne Afrika-Anleihen) enthält auch 50s-Elemente (modifiziert/“befreit“ freilich), ein ziemlich rasanter Titel pendelt zwischen Avantgarde und Post Bop, kommt jedoch ohne direkte Rückgriffe auf die 60er aus. Insgesamt ein Album voller Seele, 3 ideenreiche ausdrucksvolle ganz exzellente Bläser, 11 mit wenigen Ausnahmen längere Stücke (satte 75 Min. ohne jede Schwächephase!). Ja, da stecken eine Menge Free-Elemente drin, aber immer in bestechend melodischer und gern spiritueller Form, ohne wilde Exzesse. Und nie wie ein bloßer Abklatsch der 60er. Große uneingeschränkte Empfehlung! (dvd)