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James Hunter Six: Nick Of Time - Hilfe
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James Hunter Six - Nick Of Time

Cover von Nick Of Time
James Hunter Six
Nick Of Time

Label Daptone
Erstveröffentlichung 06.03.2020
Format CD
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 14,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Auch Album Nummer 7 ist wieder ein absoluter Hochgenuss hätte ich nie für möglich gehalten, dass man einen so authentischen (Early-) Soul-Sound heute noch reproduzieren kann. Der Brite James Hunter macht das seit inzwischen vielen Jahren aufs Meisterlichste und ist damit völlig zu Recht auch beim wohl führenden zeitgenössischen Soul-Label Daptone (Sharon Jones, Charles Bradley) gelandet. Dieser Premium-Klasse wird er auch mit diesem neuen Album wieder mühelos gerecht. Aufgenommen wurde in Kalifornien, an den Controls saß erneut der vorzügliche Bosco Mann aka Gabriel Roth. Dass Hunter ein absoluter Ausnahme-Vokalist (und auch -Gitarrist) ist, muss man nicht mehr betonen. Ganz ohne soultypisch aufgesetzte Emotionalität dem (weißen!) Mann glaubt man seine gesungenen Gefühle! Wer jetzt typischen Daptone-Sound irgendwo zwischen Hi, Stax und Motown erwartet: Hunter orientiert sich eher an frühem Soul und R&B aus der ersten Hälfte der 60er a la Ray Charles, Sam Cooke und Ben E. King, was sich auch an der hohen Dichte an latinbasierten Nummern ablesen lässt. Am liebsten bewegt er sich vor allem in den ruhigeren Songs zu klassischen, milde karibisch angehauchten Rumba-, Mambo- und sogar Cha Cha-Nummer. Der beste Song des Albums hat sogar eine ganz spezielle rhythmische Note: „Till I Hear It From You“ kommt nämlich im klassischen „Take Five“- 5/4-Takt und funktioniert ganz prächtig. Der Sound der Band ist großartig: schlank arrangiert (Twanggitarre, Orgel, wohldosierte Bläser) und definitiv vintage in der B-Note. Hunters Songs wirken so klassisch, das man sie tatsächlich für vergessenen Sam Cooke-Originale halten könnte. Ruhige Nummern dominieren und das ist mir im Gegensatz zu sonst beim Soul hier auch lieber. Zumal dann, wenn ein Song wie „Paradise For One“ fast schon nach smoothem Nat King Cole klingt. Ganz-alte-Schule-Soul an der Schnittstelle von jungem Marvin Gaye, Ray Charles und Sam Cooke, schöner kann es nicht sein. (Joe Whirlypop)

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