Charles Lloyd & The Marvels + Lucinda Williams: Vanished Gardens - Hilfe
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Charles Lloyd & The Marvels + Lucinda Williams - Vanished Gardens

Cover von Vanished Gardens
Charles Lloyd & The Marvels + Lucinda Williams
Vanished Gardens

Label Blue Note
Erstveröffentlichung 29.06.2018
Format CD
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 17,95 € (inkl. MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

18er auf Blue Note, u.a. von Don Was produziert. Na, das nenne ich eine überraschende Besetzung. Neben der hochkarätigen Rhythmusgruppe (E.Harland und Reuben Rogers) begleiten Greg Leisz (meist Pedal Steel) und Gitarren-As Bill Frisell (beide ja schon oft für Williams tätig) den bereits vor mehr als 50 Jahren überaus populären Jazz-Saxofonisten. Lucinda singt auf 5 (4 davon Eigenkompositionen) der 10 durchweg etwas längeren und variablen Stücke, alle Highlights dieses Werkes, die es zu einem besonderen machen: Vor allem 2 (im Prinzip!) Americana-Balladen, sehr deep und berührend, brillanter emotionaler Gesang, poetisches Sax, ob in absolut faszinierender Atmosphäre oder phasenweise doch ein wenig jazziger (v.a. durch das dort sehr aktive partiell dezent ausbrechende Sax). Sowie ein umfassend rootsiger Track inkl. deutlicher Blues-Verweise (aparter Groove, leicht funky, überwiegend Jam-Feeling, superbe Kommunikation der Musiker in meist zurückhaltender konzentrierter Form samt klangmalerischen Vocals von Lloyd, ebensolcher feinster Pedal Steel) und ein relativ Jazz-dominierter von weiteren Roots-Elementen (z.B. Blues) verstärkter zwischen entspannt und agil, ja quirlig (die Rhythmik; das tolle Sax!). Schließlich die Hendrix-Ballade Angel (nur von Guitar/Sax begleitet, wunderschön). Von gleicher überragender Qualität ist das instrumentale Titelstück, wagemutiger/experimenteller, großartiges verzwickt-dicht gewobenes Zusammenspiel, streift sowohl punktuell komplex-groovige Gefilde zwischen Rock und Jazz wie freiere Momente und hoch diffizile/filigrane Jazz in innovativ, eigen und toll. Gut auch der Rest: Schönheit des Klanges in instrumentaler Melodiösität in Americana-Nähe (wenig Jazz), weich, warm, abgeklärt, fast in sich versunken. Eine leise zarte Jazz-Ballade mit Country-Untertönen, sehr leichtfüßig wie auch ein Blues-Jazz-Hybrid mit Flöte/Gitarre im Zentrum. Und 1 ausdrucksstarkes Monk-Cover als Sax/Guitar-Duo. Eine lange ganz exquisite CD! (dvd)