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Nautilus: Nautiloid Quest - Hilfe
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Nautilus - Nautiloid Quest

Cover von Nautiloid Quest
Nautilus
Nautiloid Quest

Label Agogo
Erstveröffentlichung 23.06.2017
Format 2-LP (+CD)
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 26,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Exakt so kriegt man mich mit vermeintlich glattpoliertem Jazzrock: die japanischen Mucker (in diesem Genre keineswegs abwertend gemeint) zünden auf ihrem dritten Album gleich zu Beginn ein Feuerwerk knackiger Coverversionen, das sich gewaschen hat: „We Live In Brooklyn, Baby“ von Roy Ayers taucht per Sample ja auch in diversen HipHop-Nummern auf, aber „I.G.Y.“ vom ersten Soloalbum von Steely Dans Donald Fagen auf so einen vergessenen, aber genialen Song muss man erst mal kommen. Und Nautilus machen das großartig, mit flüssigem E-Piano und Fender Rhodes, druckvollem Funk-Bass und einem vehement groovenden Schlagzeug. Der dritte Song, „Tom's Diner“ von Suzanne Vega hat dann wie zwei andere Nummern auch Gastvocals von japanischen Sängerinnen. Getoppt wird das noch von Gil Scott-Herons „Lady Day And John Coltrane“ mit ganz raffiniert ausgebremsten Breaks, was den ohnehin meisterlichen Song noch dynamischer macht, Chapeau! „Nautilus“ stammt von Bob James und wurde auch schon gekonnt von Nuyorican Soul gecovert, die meisten der zwölf Songs kommen aus dem Fusion-Sektor, wenn ich das richtig sehe. Theoretisch fällt Cyndi Laupers “Good Enough“ aus dem Rahmen, schmiegt sich hier aber bestens ins smoothe Gesamtkonzept. Das E-Piano bleibt dominierendes Instrument des Trios, das teils nach deutlich mehr Musikern klingt. Hierzulande verfolgte das sehr gute Xaver Fischer Trio mal einen ganz ähnlichen Ansatz. Sehr gelungenes Album gerade auch für Menschen wie mich, die sich ansonsten mit slickem Jazzrock schwertun. (Joe Whirlypop)

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