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LAPRE: Auferstehung (Elektronische Musik aus Berlin 1983/1984) - Hilfe
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LAPRE - Auferstehung (Elektronische Musik aus Berlin 1983/1984)

Cover von Auferstehung (Elektronische Musik aus Berlin 1983/1984)
LAPRE
Auferstehung (Elektronische Musik aus Berlin 1983/1984)

Label Bureau B
Erstveröffentlichung 07.09.2018
Format CD
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 15,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Wer das 70er-Oeuvre von Tangerine Dream und Klaus Schulze liebt, sollte hier unbedingt reinhören, auch wenn die Musik erst 1983 entstanden ist. Es klingt aber letztlich ganz ähnlich wie jene Helden in den späteren 70ern. Das elektronisch orientierte Duo besteht aus Rudolf Langer (Tyndall) und Gitarrist Peter Preuß, der etwas alberne Bandname setzt sich aus den beiden Nachnamen zusammen. Man rechnet LAPRE zur Berliner Schule der zweiten Generation, wie ich gerade erfahre auch Songtitel wie „Flokati“ verweisen ja zumindest indirekt auf Klaus Schulze. Ihr Sound ist kaum experimentell, eher gewollt gefällig. Sphärisch-psychedelisch, ohne Vocals, aber auch mit echten Instrumenten (vor allem Gitarre, akustisch und elektrisch) angereichert. Ein analoger Sequencer-Rhythmus dominiert den besten Song, den 7-Minüter „Flokati“, was für rhythmische Struktur im schlanken Soundbild sorgt. Hier ist nichts kitschig-überladen, sondern angenehm luftig und dennoch hypnotisch inszeniert. Kürzere Nummern gehen sogar ein bisschen in Richtung Electro/Synthiepop, teil schimmert auch Michael Rothers Solowerk durch. Der repetitive Groove (teils fast Beatbox) und auch weite Teile der Soundästhetik erinnern mich an Tangerine Dream in den späten 70ern und frühen 80ern. Überhaupt fällt die Musik deutlich krautiger aus, als die verhältnismäßig späte Entstehungszeit vermuten lässt. Diese Ausgrabung ist kein reguläres Album (das gab es nämlich nie), sondern eine Compilation aus zwei Tapes, die seinerzeit in 50er-Auflage (!) erschienen waren. Ansonsten traten LAPRE lediglich mit einer Maxi-Single in Erscheinung, zwei von drei Tracks davon finden sich hier auch wieder. Schade für eine vielversprechende Band, die jetzt wenigstens postum zu verdientem Ruhm kommt. Sehr schönes Album für Freunde des Genres. (Joe Whirlypop)

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