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Heldon: Electronique Guerilla (Heldon I) - Hilfe
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Heldon - Electronique Guerilla (Heldon I)

Cover von Electronique Guerilla (Heldon I)
Heldon
Electronique Guerilla (Heldon I)

Label Bureau B
Erstveröffentlichung 16.03.2018
Format CD
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 14,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Und noch ein Reissue aus dem Bereich krautiger, spaciger Electronica: dieses erste Album der französischen Band Heldon (mit Richard Pinhas, jüngst auch solo wiederveröffentlicht) erschien ursprünglich 1974 und ist nur bedingt mit deutschen Kollegen wie Tangerine Dream oder Klaus Schulze vergleichbar. Das liegt zum einen am eher reduzierten Soundbild, zum anderen an den freieren Strukturen der Tracks. Die Musik wird nur teilweise elektronisch generiert, mit Synthies und Gitarre, was insgesamt aber recht klangforscherisch bis experimentell passiert. Die dräuenden Electronics brauchen selten eine rhythmische Grundlage (es gibt aber auch mal echte Drums), auch keinen flächigen Drone im Hintergrund. Die dominanten, elliptisch kreisenden, auch mal spacig fiepsenden Synthielines werden meistens nur mit etwas spacigem Geblubber unterlegt aber auch des Öfteren mit einer E-Gitarre, die dann doch wieder an Edgar Froese von TD erinnert. Teilweise gibt es sogar noch mehr Gitarren, beatlos und eher meditativ an Popol Vuh erinnernd. Der eigentümliche Sound von Heldon erinnert mich aber auch an Einiges aus dem Umfeld von Spacemen 3, allerdings weitgehend vom rockistischen Bandformat befreit. Hawkwind hatten in den 80ern auch eine Phase, die so ähnlich klang. Und am Ende des Album gibt es dann doch noch Anklänge an Klaus Schulze. Womit dieses leider etwas kurze Album tatsächlich irgendwo zwischen elektronischem Cosmic-Kraut und britischem Spacerock zu verorten ist. Als Bonus gibt es den französischen Philosophen Gilles Deleuze, der zur E-Gitarre Nietzsche rezitiert. Weird! (Joe Whirlypop)

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