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Klaus Schulze: ... Live ... (rem.) - Hilfe
hilfe

Klaus Schulze - ... Live ... (rem.)

Cover von ... Live ... (rem.)
Klaus Schulze
... Live ... (rem.)

Label Brain
Erstveröffentlichung 02.02.2018
Format 2-LP
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 13,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Kein Geringerer als Kraut-Klangzauberer Eroc hatte die Hand bei den frischen Remastern die Finger im Produktions-Spiel, die den Sound-Skulpturen des Elektronik-Eremiten Schulze hörbar gut taten. Brain-Elektronik auf 180g-Vinyl.

Braucht man Live-Alben von kosmisch-elektronischer Musik? Wohl eher nicht, andererseits mag ich auch das 1977er Live-Album von Tangerine Dream sehr. Schulzes Live-Debüt, 1980 erscheinen und 1976 und 79 in Amsterdam, Paris und Berlin aufgenommen, funktioniert ebenfalls sehr gut, an Anfang und Ende mit hörbarem Publikum, ansonsten aber kaum zu erkennen, wobei der Sound schon eine für mich angenehme räumliche Tiefe entwickelt, die gerade Schulzes überlangen Soundscapes sehr gut steht. Stilistisch klingt er hier noch nach klassischen 70ern, mit vier rund halbstündigen Nummern (keine Best Of) von typischer Machart. Der Opener „Bellistique“ ist brillant: die erste Hälfte treibend, spacig, intensiv, die zweite Hälfte dann abstrakt und wagnerianisch. Noch besser ist das 31-minütige „Sense“ (in einer älteren CD-Auflage auch mal in der vollen 50-Minuten-Version erhältlich), mit pulsendem Sequencer plus Beat von Gast-Drummer Harald Grosskopf. Für mich ein absolutes Highlight im gesamten Schulze-Oeuvre. Leider nicht so gelungen ist das ebenfalls halbstündige „Dymagic“ mit Gastsänger Arthur Brown, das einfach nicht gut funktioniert, auch wenn man verstehen kann, dass Schulze mal was mit einem echten Sänger machen wollte. Das Reissue-Vinyl kommt wie im Original als Gatefold Doppel-LP(180 gr.) mit beiliegendem Poster, dazu gibt es bei den Downloads den 17-minütigen Bonus-Track „Le Mans Au Premier“. (Joe Whirlypop)

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