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Klaus Schulze: Mirage (rem.) - Hilfe
hilfe

Klaus Schulze - Mirage (rem.)

Cover von Mirage (rem.)
Klaus Schulze
Mirage (rem.)

Label Brain
Erstveröffentlichung 02.02.2018
Format LP+DLC
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 21,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Auf dieses Kapitel der Wiederveröffentlichungs-Abteilungen warte ich schon lange, waren Klaus Schulzes klassische Alben aus den 70ern und frühen 80ern in Vinylform tatsächlich nur noch antiquarisch zu bekommen. Zum 70. Geburtstag des Meisters ist es jetzt aber so weit, die ersten 20 Alben kommen frisch gemastert als 180gr.-Vinyl plus DL-Code neu auf den Markt. An dieser Stelle habe ich wohl schon des Öfteren erwähnt, dass mir Klaus Schulze der liebste und meistgehörte aller Kraut-Elektroniker ist. Das Niveau seiner Veröffentlichungen seit „Irrlicht“ von 1972 bis in die frühen 80er finde ich erstaunlich konsistent, Favoriten wie „Mirage“ von 1977 gibt es aber dennoch. Nach seiner Zeit bei den frühen, noch recht experimentellen Tangerine Dream und Ash Ra Temple hatte Schulze in den mittleren 70ern und explizit mit diesem Album seinen Sound gefunden. Mit zwei langen, sich auf jeweils einer LP-Seite entwickelnden Tunes und stimmiger Dramaturgie: angefangen mit sehr lang anhaltenden sphärischen Ambient-Flächen, untergründig brodelnd, und deutlich cineastisch orientiert. Deshalb kann man ihm auch durchaus einen gewissen Hang zum Kitsch attestieren, musikalische Mittel wie diese typischen abstrahierten (und wohl künstlichen) Opern-Chorgesänge und die an Bach gemahnende Orgel sind nicht unbedingt subtil. Wenn dann aber auf Seite zwei die stoische Rhythmik von Minimal Music im Stil von Philip Glass (oder meinetwegen auch Mike Oldfield) für Struktur sorgt, eröffnen sich trotz schlanker Instrumentierung (also mit wenigen Tönen) wahrhaft epische Klangräume, die mich immer wieder an eine märchenhaft jenseitige Kirchenmusik oder gleich an die Filme von Tarkowskij erinnern. Das Album wurde wie alle der Reissue-Serie von Deutschrock-Veteran Eroc (einst bei Grobschnitt, später auch solo erfolgreich mit „Wolkenreise“) geremastert. (Joe Whirlypop)

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