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Mount Kimbie: Love What Survives - Hilfe
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Mount Kimbie - Love What Survives

Cover von Love What Survives
Mount Kimbie
Love What Survives

Label Warp
Erstveröffentlichung 08.09.2017
Format CD
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 15,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Bei derart angesagtem Connaisseur-Indie-Electro bin ich vorab ja gerne mal skeptisch: Bands die irgendwie alles können, werden doch so schnell langweilig? Mount Kimbie hatte ich - vorschnell auch in dieser Schublade abgelegt, korrigiere jetzt aber mit jedem weiteren der neuen Songs dieses Fehlurteil. Denn auf ihrem dritten Album erweist sich das Londoner Duo als ganz und gar eigenständig im Sound und von prägnantem Eigensinn. Stilistisch höre ich meistens leicht psychedelisch verdaddelten Post-80s-Wave, atmosphärisch dicht gewoben und absolut fesselnd bislang firmierte man ja eher unter Post-Dubstep, was ich so allerdings heute nicht mehr erkennen kann. Das übersichtliche Sounddesign lässt Raum für schwebende Analog-Electronica, verhallte Cure-Gitarren und einen (phasenweise) dreckigen Postpunk-Bass a la Peter Hook. Zusammengehalten wird alles von sehr guten, beckenlastigen Drums mit unaufdringlichem, aber präsentem Groove. Der Gesang ist variabel, mal Girl (erinnert an Stereolab) mal Boy (darunter Gäste wie King Crule und James Blake). Dynamische Momente erinnern an Laika und Röyksopp, Op:l Bastards („Scorpius“), Cure, The Streets und Twilight Sad, ein latenter HipHop- bis (abstrakter) Neo-Soul-Vibe ist ebenfalls erkennbar. Milde experimentell und angenehm surreal, beziehen sich Mount Kimbie zu Recht auch auf Größen wie Robert Wyatt. Die schnelleren, meistens von einer Vintage-Orgel befeuerten, leicht krautigen (Instrumental-) Tracks wie „Delta“ sind aber die schönsten eines ganz und gar gelungenen Albums zwischen allen Genres. (Joe Whirlypop)

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