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Unkle: The Road: Part 1 - Hilfe
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Unkle - The Road: Part 1

Cover von The Road: Part 1
Unkle
The Road: Part 1

Label Songs For The Def
Erstveröffentlichung 18.08.2017
Format 2-LP
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 43,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Das reife Spätwerk nach doch längerer Pause: James Lavelle hat sich in den letzten Jahren rar gemacht, greift jetzt aber mit seinem wohl bekanntesten Projekt noch einmal an. Unkle waren vor bald einem Vierteljahrhundert der psychrockig-schwere Flügel des Mo Wax-Universums, das ansonsten ja eher von HipHop-Acts wie DJ Shadow und DJ Krush geprägt war. Danach wurden sie mir (nach dem Weggang von Tim Goldsworty zu DFA) zu künstlerisch, ambitioniert und radioheadish, bzw. ich verlor Lavelle schlicht aus den Augen. Dieses Comeback-Werk besticht dann aber doch mit Vehemenz: die ersten Songs sind eigenständige, mächtige Mini-Epen auf den Spuren von „Bitter Sweet Symphony“ und Spiritualized, vielstimmig gospelig, pianoschwer und elegisch, mit opulenten Orchestrierungen und kraftvoll hypnotisch. Wenn dann auch noch ein Gastsänger wie Mark Lanegan ins Spiel kommt, kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Sein Auftritt ist das Highlight des Albums, sonor geraunzt zu Orgel und „Kashmir“-Streichern, aber endlich mal wieder mit forschem, ja tanzbarem Beat grandiose Nummer. Lavelles Ideenkiste ist auf diesem fünften Unkle-Album auch sonst gut gefüllt: die Single „Cowboys Or Indians“ klingt wie Tricky meets Sufjan Stevens, es geht aber auch düster und gitarrenlastig mit befreundeten Musikern von Queens Of The Stone Age, Beck, Primal Scream und Marilyn Manson. HipHop-Roots bleiben weitestgehend außen vor, in der zweiten Albumhälfte gerät der eine oder andere Song dann aber für meinen Geschmack doch ein wenig zu dramatisch und gefühlstrunken. Da lobe ich mir doch eine flotte Dancenummer wie „Arm's Length“ mit luftig-treibendem Beat, fast schon Richtung Caribou. (Joe Whirlypop)

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