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Gonjasufi: Callus - Hilfe
hilfe

Gonjasufi - Callus

Cover von Callus
Gonjasufi
Callus

Label Warp
Erstveröffentlichung 19.08.2016
Format CD
Lieferzeit 1 – 3 Werktage
Preis 15,95 € (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Richtig verstehen werde ich diese dekonstruierte, kaputte, unfertige Musik wohl nie, aber faszinierend finde ich sie schon. Die 19 Songs des neuen Gonjasufi-Albums klingen wie drogengeschädigte Demos, die durch staubige Dub-Maschinen gejagt wurden. Der blecherne Gesang erinnert fast schon an Daniel Johnston, die karge E-Gitarre geht in Richtung Post-Punk (gespielt übrigens von Cure-Gitarrist Pearl Thompson), die scheppernden Drums klingen nach Proberaum. Oder auch mal nach HipHop. Dazu diese Songtitel! „Maniac Depressant”, “Krishna Punk”, “Surfinfinity“ ziemlich genau klingt das neue Album dann auch. Ungeschliffener und roher als die Vorgänger, vieles erinnert an die härteren Industrial-Sounds aus dem On-U Sound-Universum a la Mark Stewart und Tackhead. Allerdings dann doch etwas abwechslungsreicher, denn hier wird jeder versponnen, teilweise auch unausgegorenen Idee nachgegangen. Vokal-Schnipsel unerklärbarer Herkunft treffen auf tonnenschwer-verhallte SloMo-Beats, bekiffter Doom meets Oriental, Syd Barrett wird durch die Echokammer gejagt. Der Typ hat vermutlich schwer einen an der Waffel, sein Image als Weirdo-Eigenbrötler wird vielleicht auch ein wenig überstrapaziert und überhaupt scheint mir der Hype um Gonjasufi doch etwas übertrieben. Wer aber auf verschwurbelt-unstrukturierte und weitgehend weggetretene Psychedelia neuerer Generation steht, kommt hier voll auf seine Kosten. (Joe Whirlypop)

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