Julia Holter: Materia - Hilfe
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Julia Holter - Materia

Cover von Materia
Julia Holter
Materia

Label Domino
Erstveröffentlichung 21.08.2026
Format LP
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 28,95 € (inkl. MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Die direkte Fortsetzung von Something In The Room She Moves von vor 2 Jahren, aufbauend auf Ideen, die damals im Laufe der Sessions entstanden sind und nun umgesetzt wurden, die Stücke Materia 2 und Materia 3 sind quasi Neuinterpretationen des Songs von dem Album. Wobei Materia 3 dort anschließt, (ultra-reduziert, nur ihre Stimme und E-Piano, mit kleinen Pausen zwischendurch, ohne Rhythmik), Materia 2 ziemlich meditativ wirkt (Synth, fretless Bass und Klarinette, ein leises Pochen, eine Gast-Sängerin). Der Opener baut auf einem entspannten federnden Groove auf, mit federleichten bunten Sounds (und ebensolchem Schlagwerk), dann dezente Wellen, ein kurzes becircendes Klarnetten-Solo, eine Ruhephase mit sinnlichen Vocals und fretless Bass, und ganz viel Atmosphäre samt angenehmem Hall (generell, vor allem auf den Vocals). Der Stil? Mmh, vielleicht moderner elektronikbetonter Dream Pop? Im Folgenden vielleicht Electronic Art Pop in sehr individueller Form? Was dann zum Beispiel so klingt: Ein grazil-filigraner Rhythmus, instrumentale Aufwallungen wie Reduzierungen ohne Rhythmik „tanzbar“, sagt sie selbst (featuring Synthies wie fast immer, Sax und Glockenspiel). Eine phasenwese bearbeitete Stimme, eine Synth-Wand wirkt etwas dichter als sonst (und steht in der Begleitung alleine), Rhythmik ist kaum vorhanden (okay, in der wellenartigen Grundstruktur, könnte man sagen). Eine gehauchte Stimme, ein wiederholter Wechsel von hauchzart/schwerelos zu dezentem „Songwriter-Art Pop-Jazz“ (wenig Rhythmik, neben Synths Flöte, Sax, E-Piano, fretless Bass). Schließlich das mit 10 Minuten klar längste Stück: Licht und transparent weitgehend, die Synths sehr variabel, irgendwo zwischen ätherisch, fragil, geheimnisvoll, umhüllend, grazil, betörend, feinnervig, die Musik kongenial korrespondierend mit dem Lead- und Backing-Gesang (oder rein begleitend). Apropos Stimmen: Ihre Zweitstimmen/Backing Vocals erhalten oft einen erheblich anderen Charakter als die führenden (wobei die ebenfalls mehrfach wandelbar ausfallen). Insgesamt erscheint mir die Platte homogener als der Vorgänger, nicht ganz so abenteuerlich. Gewohnte/konventionelle Strukturen sind nach wie vor selten (aber vorhanden). Die Qualität ist durchgehend hoch! (detlev von duhn)


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