Anita Lane: Sex O'Clock - Hilfe
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Anita Lane - Sex O'Clock

Cover von Sex O'Clock
Anita Lane
Sex O'Clock

Label Mute
Erstveröffentlichung 10.12.2021
Format LP+DLC
Lieferzeit 4 – 7 Werktage
Preis 25,95 € (inkl. MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

Erfreulicher Rerelease aus leider traurigem Anlass: verstarb die einstige Muse von Nick Cave doch dieses Frühjahr im Alter von 61 Jahren. „Sex O'Clock” erschien vor zwanzig Jahren (ebenfalls bei Mute) leider CD-only dies ist also das Vinyl-Debüt ihres dritten und letzten Albums. Mit Birthday Party kam die Australierin nach Europa sie war eine Kommilitonin von Rowland S. Howard. 1984 war sie dann wie übrigens auch Glitterhouse-Artist Hugo Race Mitglied von Nick Caves Bad Seeds. Sie spielte Keyboards und sang spatter auch bei Barry Adamson, Die Haut und Einstürzende Neubauten, bemerkenswert war auch ihr Gainsbourg-Tribut gemeinsam mit Mick Harvey („Intoxicated Man“, 1995) sie war ein erstaunlich cooler Ersatz für Jane Birkin und Brigitte Bardot. Deren Gesang prägte durchaus auch das betont laszive „Sex O'Clock“. Wobei Lane die klar bessere Sängerin ist. Ihre dunkle Stimme wurde erneut von Harvey oft sprechsingend in Szene gesetzt. In höheren Tonlagen erinnert sie aber doch deutlich an Brigitte Bardot. Die kompetente Band spielt dazu hypnotische Grooves, funky und soulig, mit Wahwah, E-Piano und auch mal cineastischen Streichern. Mal mit orgellastigem Psycho-Blues, mal lässig funky („A Light Possession“). Gecovert wird Gil Scott-Herons "Home Is Where the Hatred Is", erstaunlicherweise aber auch die antifaschistische Hymne “Bella Ciao”. Nach zwanzig Jahren ist das Album zweifellos gewachsen. Oder wie es Michael Sheehy kürzlich formulierte: „Sexy, funny, smart and beautiful. Still can't believe she's gone.“
(Joe Whirlypop)

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