Aimee Mann: Queens Of The Summer Hotel - Hilfe
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Aimee Mann - Queens Of The Summer Hotel

Cover von Queens Of The Summer Hotel
Aimee Mann
Queens Of The Summer Hotel

Label Super Ego
Erstveröffentlichung 05.11.2021
Format CD
Lieferzeit 1 – 3 Werktage
Preis 15,95 € (inkl. MwSt. zzgl. Versand)
Rezension

2017 veröffentlichte Aimee Mann das Album »Mental Illness«, das bis dato traurigste, ruhigste und akustischste Werk in der Karriere der US-amerikanischen Singer-Songwriterin. Es gewann einen Grammy für das beste Folkalbum. 2022 folgt nun ihr neuer Longplayer »Queens Of The Summer Hotel«, der als der »unfreiwillige zweite Teil« des Vorgängers beschrieben wird.

Das wiederum könnte an der Entstehungsgeschichte des Albums liegen: Mann begann 2018 mit dem Schreiben neuer Musik, als sie sich bereit erklärte, Songs für eine Bühnenadaption des Psycho-Dramas »Girl, Interrupted« zu entwickeln, Susannah Kaysens Memoiren über ihren Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik in den späten 1960er-Jahren.

15 Stücke , ein Songzyklus gesungen von Mann und orchestriert von ihrem langjährigen Mitarbeiter Paul Bryan, der in Anspielung auf die theatralischen Ursprünge des Projekts Streicher und Holzbläser verwendete. Das Mixing von »Queens Of The Summer Hotel« übernahm der Produzent und fünffache Grammy-Gewinner Ryan Freeland.

Das schreibt unser Rezensent:
Ich kann dieses Album nicht im Kontext ihres Gesamtwerkes beurteilen, weil ich nur einige ihrer Platten kenne, aber ich weiß, daß es mir besser gefällt als alles, was ich von ihr bislang gehört habe. Keine Ahnung, ob sie so was schon mal gemacht hat. Eine Art Konzeptwerk (über psychische Erkrankungen), thematisch wie musikalisch anspruchsvoll, wunderbar reife Musik, die tief in alten Zeiten wurzelt, von den 60ern bis in die 30er zurück (ohne dort stehen zu bleiben, kein Abkupfern, das Klangbild bietet mehr, eine größere Zeitlosigkeit, ertrinkt schon gar nicht in Sentimentalität oder Klangmeeren, zudem wirkt alles deutlich „ernster“, überlegter, nachdenklicher als vielfach gewohnt). Old-fashioned Pop, die Qualität der Songs, ihr Gehalt, die Melodik sind durchweg hoch, egal, ob in „normaler“ Songlänge (bei 4 Minuten ist Schluß) oder in kurzen Miniaturen. Die Kunst des Arrangements ist enorm ausgeprägt, Piano und kleine wie größere Streichergruppen und z.T. auch Holzbläser stehen im instrumentalen Zentrum, bilden eine einfach kongeniale Einheit, in differenzierter Form, nie überbordend, glänzend und beweglich geformt, wozu punktuell feinste mehrstimmige Vokalparts (oder auch relativ simple aber schöne Backing/Harmony Vocals) gehören. Die Musik ist in keiner Phase irgendwie „aufregend“/sonderlich offensiv, aber es passiert dauernd irgendetwas, das die Aufmerksamkeit nie erlahmen läßt, hier und da kurze Dynamikschübe, unerwartete Richtungswechsel, rhythmisch aparte Feinheiten… Und Parallelen zu bestimmten Songs von Leuten wie Randy Newman oder Carole King gibt´s auch. (detlev von duhn)

Tracklisting
1. You Fall<
>2. Robert Lowell and Sylvia Plath<
>3. Give Me Fifteen<
>4. At the Frick Museum<
>5. Home By Now<
>6. Checks<
>7. Little Chameleon<
>8. You Don't Have the Room<
>9. Suicide is Murder<
>10. You Could Have Been a Roosevelt<
>11. Burn It Out<
>12. In Mexico<
>13. Check (Reprise)<
>14. You're Lost<
>15. I See You
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